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Wir haben eine Parterrewohnung mit Sitzplatz, kleiner Wiese und Garten gemietet. Um den Hund des Nachbarn von unserem Garten fernzuhalten, haben wir um das ganze Grundstück einen Zaun gezogen. Zwei Jahre lang sagte der Vermieter nichts. Nun streiten wir uns wegen der Nebenkosten - und plötzlich verlangt der Vermieter, dass wir den Zaun entfernen. Ist der Vermieter im Recht?
Nein. Da der Vermieter die Situation seit zwei Jahren duldet, ist seine Forderung missbräuchlich. Wenn Sie aber ausziehen, müssen Sie den ursprünglichen Zustand wiederherstellen - also den Zaun entfernen.
Grundsätzlich gilt aber: Man muss den Vermieter immer um seine schriftliche Zustimmung bitten, bevor man die Mietsache umbaut oder feste Einrichtungen hinzufügt. Der Vermieter kann dies ohne Angabe von Gründen verweigern. Wer dann trotzdem baut, muss wissen: Der Vermieter kann die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes verlangen. In krassen Fällen kann sogar eine fristlose Kündigung ausgesprochen werden (30 Tage auf ein Monatsende).
Wurde die Mietsache mit Zustimmung des Vermieters geändert, muss der Mieter nichts rückgängig machen - es sei denn, die Parteien haben das Gegenteil schriftlich vereinbart. Bleiben die Änderungen bestehen, ist für den noch vorhandenen Mehrwert eine Entschädigung zu zahlen. Dies gilt wiederum nur, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
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01. November 2006