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Ich möchte Indexfonds auf die Schweizer Börse kaufen. Nun gibt es mittlerweile drei Indizes. Soll ich nun Indexfonds auf den neuen Swiss Leader Index, den SMI oder den SPI kaufen?
Der Swiss Leader Index SLI umfasst die 30 grössten Schweizer Titel, der Swiss Market Index SMI die 20 grössten und der Swiss Performance Index SPI fast alle an der Börse gehandelten Schweizer Aktien, aktuell rund 230.
Die Indizes unterscheiden sich nicht nur in der Zusammensetzung: Die Aktien von Novartis, Roche, Nestlé und UBS machen im SMI rund 60 Prozent aus, im SPI knapp mehr als die Hälfte. Im SLI ist das Gewicht der vier Grossen hingegen auf je 9 Prozent beschränkt.
SMI und SPI reagieren deshalb stärker auf Kursschwankungen der grössten Schweizer Unternehmen als der SLI. Das zeigt sich auch in der aktuellen Finanzmarktkrise: Die UBS-Titel haben während des vergangenen Halbjahres fast die Hälfte ihres Werts verloren, und auch Novartis und Roche gaben kräftig nach. Die beiden Indizes SMI und SPI wurden durch die Verluste dieser Schwergewichte stärker nach unten gezogen als der SLI.
Die Krise dürfte für die Grossbanken noch nicht ausgestanden sein. Das spricht zumindest kurz-fristig für den SLI. Institutionelle Investoren aus Europa und den USA könnten zudem den SLI als Anlage entdecken, da sie SMI- und SPI-Investments aufgrund der einseitigen Gewichtung nicht kaufen dürfen.
Andererseits sind im SLI zyklische Branchen wie Chemie und Maschinenbau stärker gewichtet. Der aktuelle Konjunkturzyklus überschreitet seinen Zenit, was gegen zyklische Branchen und allenfalls auch gegen den SLI spricht.
03. Februar 2008