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Ich möchte Anlagefonds nur dann verkaufen, wenn der Preis stimmt. Und zu meiner Absicherung möchte ich sie mit einem Stop Loss versehen. Kann man auch bei allen Anlage-fonds Limiten setzen?
Nein, Limiten setzen ist nur bei Exchange Traded Funds (ETF) möglich. Denn sie werden permanent an der Börse gehandelt (siehe unten).
Für die meisten anderen Anlagefonds hingegen stellt der Fonds-Herausgeber nur einmal täglich einen Kurs aufgrund des aktuellen Inventarwerts. Bei solchen Fonds ist deshalb grundsätzlich nur ein sogenannter «bestens»-Auftrag möglich. Das ist der ganz normale Verkaufsauftrag ohne Angabe einer Preislimite. Das bedeutet, dass der Fondsverkauf so schnell wie möglich ausgeführt werden muss – und zwar zum Preis, der an diesem oder am nächsten Tag festgelegt wird.
Sie können auch bei Fonds einen Stop-Loss-Auftrag geben. Sie legen zum Beispiel fest, dass Ihre Fondsanteile dann sofort verkauft werden sollen, wenn der Kurs von 100 Franken unterschritten wird. Doch aufgepasst: Stop-Loss-Aufträge sind gefährlich. Denn sie werden ausgelöst, sobald die eingegebene Limite unterschritten wird. Das heisst, dass der Verkauf sofort vollzogen wird – auch wenn der Preis inzwischen noch weiter unter Ihre festgelegte Verkaufsmarke gerutscht sein sollte.
Fonds an der Börse: Was ist ein ETF?
ETF ist die Abkürzung für Exchange Traded Funds. Es handelt sich also um börsengehandelte Indexfonds. ETFs sind einerseits ganz normale Indexfonds, die ihr Vermögen genau so anlegen, wie der entsprechende Referenzindex gewichtet ist. Indexfonds entwickeln sich somit praktisch gleich wie der betreffende Index (zum Beispiel der Schweizer SMI oder eine Rohstoffbörse). Das Management wählt die Titel also nicht aktiv aus.
Im Unterschied zu den anderen Indexfonds werden aber ETFs an der Börse gehandelt. Man nennt sie deshalb oft auch Indexaktien.
26. August 2008 | fh