|
(0) |
Ich habe im Internet bei den Bewertungsagenturen Morningstar und Feri Benotungen für zwei weltweit investierende Anlagestrategiefonds gefunden. Demnach wäre der Pictet-Fonds PF (CH)-LPP 25-P der beste dieser Kategorie mit vier Sternen. Ein risikoärmerer Fonds mit kleinerem Aktienanteil wäre der UBS-Fonds Vitainvest-12. Allerdings ist er bei Morningstar nur mit drei Sternen bewertet. Ich könnte über Swissquote jeweils 50‘000 Franken in die Fonds investieren. Ist das eine gute Idee?
Beim UBS Vitainvest-12 handelt es sich um einen Dachfonds («Fund of Funds»), der Anteile an anderen Anlagefonds hält. Er investiert weltweit in Anleihen, Geldmarktinstrumente und Aktien. Der relativ tiefe Aktienanteil beträgt durchschnittlich 12 Prozent. Der Fonds eignet sich in erster Linie für Geldanlagen im Rahmen der beruflichen Vorsorge (2. Säule) sowie der Säule 3a.
Sie können bei Swissquote zwar solche Fondsanteile kaufen, profitieren dann aber nicht vom 3a-Abzug bei den Steuern. Und: Im Rahmen der zweiten und der dritten Säule sind zudem Käufe und Verkäufe via E-Banking nicht möglich. Die Performance dieses UBS-Fonds lässt zudem zu wünschen übrig: Über die letzten drei Jahre gabs bei der Rendite ein Minus von 2,26 Prozent. Auf fünf Jahre hochgerechnet entspricht die Jahresperformance nur 1,33 Prozent. Die pauschale Verwaltungsgebühr liegt derweil bei relativ hohen 1,44 Prozent pro Jahr.
Der Pictet-Fonds erzielte in den letzten drei Jahren eine bescheidene Jahresrendite von 1,17 Prozent und in den letzten fünf Jahren eine von 3,29 Prozent. Wenn Sie diesen mit gut bewerteten Fonds über Swissquote kaufen, zahlen Sie bei Kauf und bei Verkauf von Fondsanteilen 9 Franken Gebühr. Grund: Der Fonds gehört zur Kategorie Tier A+. Das heisst, Pictet ist ein sogenannter Prime-Partner von Swissquote und gewährt deshalb Sonderkonditionen.
27. März 2010 | Anton Ladner