|
(0) |
Viele meiner europäischen Anlagefonds weisen im Internet eine Bewertung von Morningstar auf. Was steckt hinter diesem Sternesystem?
Die US-Firma Morningstar führte 2001 eine Fondsbewertung für ganz Europa ein. Diese soll Anlegern bei der Fondsauswahl helfen. Die Bewertung stützt sich vorwiegend auf die Auswertung historischer Fondsdaten. Man findet sie unter www.morningstar.ch oder bei der Credit Suisse, wo man zusätzlich eine Einschätzung durch die Bank erhält.
Mit dem Sternesystem beurteilt werden nur Fonds, die mindestens drei Jahre existieren. Das Notensystem reicht von einem Stern (Flop-Fonds) bis zu fünf Sternen (Top-Fonds). Fünf Sterne bedeutet, dass der Fonds zu den besten 10 Prozent seiner Kategorie zählt. Ein Stern bedeutet, dass der Fonds zu den schlechtesten 10 Prozent seiner Klasse zählt.
Das Morningstar-Bewertungssystem belohnt Fonds mit stabilen langfristigen Wertentwicklungen. Das Notensystem berücksichtigt unter anderem die jährlichen Fondskosten im Verhältnis zur Wertentwicklung und die Rendite im Verhältnis zum Risiko.
Wichtig: Jeden Monat wird neu bewertet, die Angaben können sich daher laufend verändern. Zudem verdeutlicht die Anzahl Sterne immer eine rückblickende Bewertung. Sie sind keine Garantie für die zukünftige Fondsentwicklung. Die Finanzkrise hat auch gezeigt, dass man sich nie alleine auf die – oft zu positiven – Noten von Bewertungsagenturen verlassen sollte.
24. Oktober 2010 | Anton Ladner