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Beratung | K-Geld 02/2011

Depositen- und Sparkonto: Wo liegt der Unterschied?

Ich habe ein Depositenkonto bei der Postfinance. Was ist der Unterschied zu einem Sparkonto?

Eigentlich ist ein Depositenkonto ein Sparkonto. Nur darf es nicht so heissen. Denn Einlagen, die durch irgendeine Wortverbindung mit «Sparen» gekennzeichnet sind, dürfen nur Banken entgegennehmen, die öffentlich Rechnung ablegen.

Aber es gibt ja auch Wohnbaugenossenschaften und Unternehmen wie Coop. Solche Institutionen haben keine Banklizenz und führen deshalb eine Betriebs- oder Depositenkasse und folgerichtig auch Depositenkonten. Mit den Einlagen – von Mitarbeitern und Dritten – finanzieren sie zum Beispiel Immobilien.

Wichtig: Diese Kassen ­unterstehen weder dem Bankengesetz noch der Finanzmarktaufsicht. Sie bieten zudem keinen Einlegerschutz  von 100 000 Franken pro Kunde und Bank – im ­Gegensatz zu den Schweizer Banken. 

Die Postfinance – ein Geschäftszweig der Schweizer Post – hat ebenfalls keine Bank­lizenz. Auch ihre Sparkonten heissen Depositen­konten. Der Vorteil für Kunden: Die Zinsen sind meist besser als bei Sparkonten von Banken.

Der Nachteil: Das Geld ist nur beschränkt verfügbar, weil in der Regel nur eine bestimmte Zahl an Rückzügen, Überweisungen und Dauerauf­trägen möglich ist. Beim Depositenkonto von Postfinance zum Beispiel sind pro Kalenderjahr nur zehn Rückzüge pro Jahr kostenlos. Wer danach trotzdem noch Geld abheben will, zahlt für jeden weiteren Bezug 8 Franken.    


Merkmale: Das zeichnet Depositenkonten aus

  • Fester Zinsertrag
  • Höhere Verzinsung als auf ­Privat-, Kontokorrent- und vielen Banksparkonten
  • Guthaben: Rückzugsmög­lichkeiten beschränkt
  • Nicht geeignet für Zahlungs­verkehr

25. März 2011 | Bernhard Bircher, Redaktor K-Geld


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