|
(6) |
Mein 14-jähriger Enkel hat das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADHS). Wer hat Erfahrung mit erfolgreichen Therapien und Mitteln – wenn möglich ohne Medikamente?
Antworten (6) |
|
Wissen Sie eigentlich, wie belastend der Alltag und vor allem der
Schulalltag rund um ein echtes (!!!) ADHS-Kind (auch für das Kind
selber!) sein kann? Wissen Sie, was Geschwister von ADHSlern über
sich ergehen lassen müssen? Wissen Sie, wieviele Ehen wegen der
resultierenden Überbelastung der Eltern geschieden werden? Hier
von Bequemlichkeit der Eltern (die nach Ihrer Aussage nur ihre Ruhe
haben wollen) zu sprechen ist einfach eine Anmassung sondergleichen!
Solche Statements nützen im Endeffekt gar niemandem und zeugen
nicht von vertiefter Beschäftigung mit der Materie. Ich bin gar
keine Freundin der Schulmedizin und der Chemie. Aber es gibt nun mal
ganz verschiedene Ausprägungen und Stärkegrade des ADHS, und
auf Alternativmedizin spricht nicht jeder Patient gleich gut/gleich
schnell an. Da kann die Chemie schon mal, wenigstens
vorübergehend, ein wenig Entlastung und Entspannung ins Familien-
und Schulleben bringen...
Ich schreibe Ihnen später, ja keine Medikamente, R. und CO.
haben gewaltige Nebenwirkungen nicht nur psychisch - auch
körperlich. Die Kinder können schwere
Wachstumsstörungen bekommen. Das Med. sollte verboten sein.
Eltern die sich diese Bequemlichkeit zutun - heute auch für
Kinder die gar kein ADHS haben nur um ihre Ruhe zu haben - sollte man
die Kinder gerichtlich wegnehmen dürfen! Also bis später -
Collana
Es gibt verschiedene Ursachen, so hat es verschiedene Ansätze.
Mein Sohn wird bei bestimmten Nahrungsmittel hyperaktiv. Google mal
nach adhs und Ernährung.
Mein Sohn hat ein ADHS. Nach anfänglicher Überzeugung, es
ohne Medikamente zu schaffen, bekommt er heute nun doch Concerta 27.
Dies, um ihm den Umgang mit den MitschülerInnen zu erleichtern,
aber auch um uns Eltern und die kleine Schwester etwas zu entlasten.
Wir haben vorher auch die Homöopathie ausprobiert. Das hat nicht
nichts geholfen, jedoch war die Wirkung nicht stark genug innert
nützlicher Frist. Der Druck der Schule kommt ja jeweils auch noch
dazu... Wenn Sie also gute Nerven und Geduld haben, Schulleistungen
kein Thema sind und dazu auch kein Geschwister darunter leidet,
versuchen Sie's mit Homöopathie. Da lohnt es sich aber, einen mit
ADHS erfahrenen Arzt zu suchen. Die Mittelsuche dauert oft wochenlang,
und vielleicht müssen Sie mehrer Mittel ausprobieren. Es braucht
viel Geduld, ist aber mit Sicherheit längerfristig die bessere
Hilfe als chemische Mittel. Wir werden auch mal wieder einen Versuch
starten. In den Schulferien und am Wochenende bekommt mein Sohn
übrigens keine Medikamente! Ansonsten geben Sie ihrem Enkel klare
Strukturen und Tagesabläufe (fixe Essens-, Aufgaben- und
Spielzeiten, Material für die Schule abends packen). Was immer
gleich verläuft, ist mit der Zeit kein Problem mehr. Wenn etwas
Aussergewöhnliches ansteht, informieren Sie ihren Enkel so lange
wie möglich im voraus und sprechen Sie mehrmals darüber,
damit er sich darauf einstellen kann. Überraschungen werden von
ADHSlern schlecht vertragen. Entweder löst dies Angst aus, oder
aber sie überborden, weil zu viele neue Eindrücke auf sie
einstürzen. Gegen die Unruhe nützt viel Bewegung draussen.
Mein Sohn z.B. ist noch Ausläufer für eine Apotheke -->
Bewegung auf Velo, bei jedem Wetter, gleichzeitig muss er
zuverlässig sein und Verantwortung tragen. Da das gut
funktioniert, erhält er entsprechend positive Rückmeldungen.
Heiliger Grundsatz: Positive Seiten stärken hilft mit,
Schwächen abzuschwächen! (Leider in unserem Schulsystem
selten der Fall). Nun wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie viel
Geduld, Kraft und Durchhaltewille!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ADHS-Beschwerden von
Elektrosmog kommen können. Achten Sie deshalb darauf, dass sich
beim Bett Ihres Enkels keine Kabel, Radiowecker, Handys oder andere
elektrische Geräte befinden. Vielleicht hilft ihm das.
Markus
Mein Sohn hat ADHS, seit er ein kleines Kind ist. Für Eltern
ist das oft schwierig. Ich habe gemerkt, dass solche Kinder klare
Regeln und Konsequenz in der Erziehung brauchen. Wichtig ist auch,
dass man ihr Selbstbewusstsein stärkt und ihnen Erfolgserlebnisse
verschafft – gerade weil sie diese in der Schule selten haben.
Meinem Sohn hat Sport sehr geholfen.
Margrit