Gesundheit + Umwelt

SternSternSternStern (6)Antworten lesen  Tags  Drucken  Beitrag weiterempfehlen

Chiffre 121110 Gabriella | 07.12.2011, 09:25

Zappelphilipp: Was kann helfen?

 

Mein 14-jähriger Enkel hat das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADHS). Wer hat Erfahrung mit erfolgreichen Therapien und Mitteln – wenn möglich ohne Medikamente?

SternSternSternStern Artikel bewerten Stichwort hinzufügen
Artikel weiterempfehlen Artikel drucken

Antworten (6)

 
  • Makuba | 23.02.2012, 17:07

    @Collana

    Wissen Sie eigentlich, wie belastend der Alltag und vor allem der
    Schulalltag rund um ein echtes (!!!) ADHS-Kind (auch für das Kind
    selber!) sein kann? Wissen Sie, was Geschwister von ADHSlern über
    sich ergehen lassen müssen? Wissen Sie, wieviele Ehen wegen der
    resultierenden Überbelastung der Eltern geschieden werden? Hier
    von Bequemlichkeit der Eltern (die nach Ihrer Aussage nur ihre Ruhe
    haben wollen) zu sprechen ist einfach eine Anmassung sondergleichen!
    Solche Statements nützen im Endeffekt gar niemandem und zeugen
    nicht von vertiefter Beschäftigung mit der Materie. Ich bin gar
    keine Freundin der Schulmedizin und der Chemie. Aber es gibt nun mal
    ganz verschiedene Ausprägungen und Stärkegrade des ADHS, und
    auf Alternativmedizin spricht nicht jeder Patient gleich gut/gleich
    schnell an. Da kann die Chemie schon mal, wenigstens
    vorübergehend, ein wenig Entlastung und Entspannung ins Familien-
    und Schulleben bringen...

  • collan | 23.02.2012, 08:18

    ADHS

    Ich schreibe Ihnen später, ja keine Medikamente, R. und CO.
    haben gewaltige Nebenwirkungen nicht nur psychisch - auch
    körperlich. Die Kinder können schwere
    Wachstumsstörungen bekommen. Das Med. sollte verboten sein.
    Eltern die sich diese Bequemlichkeit zutun - heute auch für
    Kinder die gar kein ADHS haben nur um ihre Ruhe zu haben - sollte man
    die Kinder gerichtlich wegnehmen dürfen! Also bis später -
    Collana

  • marioca | 21.02.2012, 20:38

    Ernährung

    Es gibt verschiedene Ursachen, so hat es verschiedene Ansätze.
    Mein Sohn wird bei bestimmten Nahrungsmittel hyperaktiv. Google mal
    nach adhs und Ernährung.

  • Makuba | 21.02.2012, 16:33

    Wie gut sind Ihre Nerven?

    Mein Sohn hat ein ADHS. Nach anfänglicher Überzeugung, es
    ohne Medikamente zu schaffen, bekommt er heute nun doch Concerta 27.
    Dies, um ihm den Umgang mit den MitschülerInnen zu erleichtern,
    aber auch um uns Eltern und die kleine Schwester etwas zu entlasten.
    Wir haben vorher auch die Homöopathie ausprobiert. Das hat nicht
    nichts geholfen, jedoch war die Wirkung nicht stark genug innert
    nützlicher Frist. Der Druck der Schule kommt ja jeweils auch noch
    dazu... Wenn Sie also gute Nerven und Geduld haben, Schulleistungen
    kein Thema sind und dazu auch kein Geschwister darunter leidet,
    versuchen Sie's mit Homöopathie. Da lohnt es sich aber, einen mit
    ADHS erfahrenen Arzt zu suchen. Die Mittelsuche dauert oft wochenlang,
    und vielleicht müssen Sie mehrer Mittel ausprobieren. Es braucht
    viel Geduld, ist aber mit Sicherheit längerfristig die bessere
    Hilfe als chemische Mittel. Wir werden auch mal wieder einen Versuch
    starten. In den Schulferien und am Wochenende bekommt mein Sohn
    übrigens keine Medikamente! Ansonsten geben Sie ihrem Enkel klare
    Strukturen und Tagesabläufe (fixe Essens-, Aufgaben- und
    Spielzeiten, Material für die Schule abends packen). Was immer
    gleich verläuft, ist mit der Zeit kein Problem mehr. Wenn etwas
    Aussergewöhnliches ansteht, informieren Sie ihren Enkel so lange
    wie möglich im voraus und sprechen Sie mehrmals darüber,
    damit er sich darauf einstellen kann. Überraschungen werden von
    ADHSlern schlecht vertragen. Entweder löst dies Angst aus, oder
    aber sie überborden, weil zu viele neue Eindrücke auf sie
    einstürzen. Gegen die Unruhe nützt viel Bewegung draussen.
    Mein Sohn z.B. ist noch Ausläufer für eine Apotheke -->
    Bewegung auf Velo, bei jedem Wetter, gleichzeitig muss er
    zuverlässig sein und Verantwortung tragen. Da das gut
    funktioniert, erhält er entsprechend positive Rückmeldungen.
    Heiliger Grundsatz: Positive Seiten stärken hilft mit,
    Schwächen abzuschwächen! (Leider in unserem Schulsystem
    selten der Fall). Nun wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie viel
    Geduld, Kraft und Durchhaltewille!

  • Gesundheits-Forum | 20.02.2012, 10:33

    Elektrosmog

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ADHS-Beschwerden von
    Elektrosmog kommen können. Achten Sie deshalb darauf, dass sich
    beim Bett Ihres Enkels keine Kabel, Radiowecker, Handys oder andere
    elektrische Geräte befinden. Vielleicht hilft ihm das.


    Markus

  • Gesundheits-Forum | 20.02.2012, 10:33

    Klare Regeln

    Mein Sohn hat ADHS, seit er ein kleines Kind ist. Für Eltern
    ist das oft schwierig. Ich habe gemerkt, dass solche Kinder klare
    Regeln und Konsequenz in der Erziehung brauchen. Wichtig ist auch,
    dass man ihr Selbstbewusstsein stärkt und ihnen Erfolgserlebnisse
    verschafft – gerade weil sie diese in der Schule selten haben.
    Meinem Sohn hat Sport sehr geholfen.


    Margrit