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Volketswiler Kinder und Lehrkräfte leiden seit Jahren unter dem Krebsgift Formaldehyd. Am Freitag drückten sie ihre Enttäuschung über das zögerliche Vorgehen der Schulpflege aus.
Im Hellwies-Schulhaus in Volketswil ZH ist zuviel krebserregendes Formaldehyd in der Luft. Der Gesundheitstipp berichtete im März darüber. Am 8. Mai orientierte die Volketswiler Schulpflege Eltern, Lehrpersonen und Journalisten über den Stand der Sanierungsarbeiten. Schulpflegepräsidentin Rosmarie Quadranti (Bild) musste zugeben, dass die Quelle des Krebsgiftes immer noch nicht bekannt ist.
Rund hundert Eltern und Lehrkräfte erschienen beim Informationsabend. Mehrere Volketswiler Mütter und Väter verlangten, die Schulpflege müsse das Schulhaus evakuieren und Pavillons oder ein Zirkuszelt als provisorische Schulräume aufstellen, bis das Formaldehyd-Problem gelöst ist. Mütter berichteten, ihre Kinder litten unter Asthma und anderen Atemwegerkrankungen. Sie drohten, ihre Kinder aus der Schule zu nehmen. Die Eltern machten klar, dass sie von der Schulpflege ein energischeres Vorgehen gegen das Krebsgift erwarten.
Schulpflegepräsidentin Rosmarie Quadranti versprach, bis zum Ende der Sommerferien sei die Formaldehyd-Quelle entfernt, oder die Formaldehyd-Belastung werde «mit anderen Massnahmen» reduziert.
Lesen Sie die ausführlichen Berichte zur Gift-Schule im Gesundheitstipp 3/09 und 4/09.
12. Mai 2009 | Andreas Gossweiler, Redaktion Gesundheitstipp
