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Unnütze Gentests für mehrere 100 Franken: Windige Labors machen übers Internet Kasse mit der Angst vor Krebs und anderen Krankheiten.
Mit einem Genprofil lasse sich das Risiko für Krankheiten wie Krebs, Herzinfarkt oder Schizophrenie voraussagen. Das versprechen Anbieter von Genprofilen in ihrer Werbung. Übers Internet bieten diese Labors ihre Dienstleistungen an. Auf 23andme.com zum Beispiel kosten die Informationen 399 US-Dollar.
In der Schweizer Ärztezeitung warnen nun Experten vor solchen Angeboten. Gentests dürfen in der Schweiz nur von einem Arzt veranlasst werden. Zudem schreibt das Gesetz für jeden Gentest eine fachkundige Beratung vor.
Und: Das Risiko, etwa an Krebs zu erkranken, ist nicht allein durch einzelne Gene bestimmt. Auch Umweltfaktoren tragen dazu bei. Aufgrund der dünnen Datenlage könnten die Tests «keine zuverlässigen Voraussagen» machen.
Details zum Thema bieten die Gesundheitstipp-Artikel «Der tiefe Blick in die eigenen Gene» und «Ich weiss jetzt über mich nicht mehr als vorher». Im Artikel «Ein Krebsgen – dieses Testresultat war brutal» sagt ein Experte, wann ein Gentest beim Arzt sinnvoll ist.
29. Juni 2009 | Beat Camenzind, Redaktion Online
