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In einer E-Mail verspricht ein britischer Banker 4,7 Millionen britische Pfund für die Verwaltung eines Fonds. Aber Achtung: Wer auf solche Mails antwortet, wird zur Kasse gebeten.
Der Absender der E-Mail nennt sich Gareth Richard Bullock, arbeitet angeblich für die Londoner Standard Chartered Bank und verspricht den Empfängern seiner E-Mails 4,7 Millionen britische Pfund. Das Geld stamme von Cindy Schoomaker aus den USA, die im Sterben liege und deren «nächster Angehöriger» man sei.
Das Geld gibt es aber nicht einfach so. Bullock tischt den Empfängern der Mails folgende Geschichte auf: Der US-General Bernard William Rogers habe noch vor seinem Tod einen Fonds für wohltätige Zwecke eröffnet. Dieser verfüge über 15,8 Millionen britische Pfund und sei nach dem Tod des Generals an dessen Frau, Cindy Schoomaker, überschrieben worden. Nun sei Schoomaker krank und liege in einem amerikanischen Spital im Koma.
Bevor das geschah, habe sie Banker Bullock angewiesen, ihre nächsten Angehörigen mit der Verwaltung des Fonds zu beauftragen. Dafür gebe es die 4,7 Millionen.
Seltsam nur, dass Frau Schoomaker unzählige Nachkommen hat. Denn: Viele K-Tipp-Leser erhielten das Mail mit diesem Angebot (siehe Warnliste «Finanzberater»). Und: Um an das Geld zu kommen, sollen die «Nachkommen» persönliche Daten wie Adresse und Telefonnummer an Bullock senden. Wer das tut, erhält in der folgenden Mail die Aufforderung, 800 Pfund an Bearbeitungsgebühren via Western Union an eine britische Behörde zu bezahlen (siehe Warnliste).
Diese Masche ist bekannt: Wer die Geschichte glaubt und bezahlt, sieht sein Geld nie wieder.
12. August 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online