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Die beiden Chefs der Schweizer Hilfsorganisation Peaceaid sollen sämtliche Spendengelder in die eigene Tasche gesteckt haben.
Dies sagte kürzlich ein Mitarbeiter gegenüber K-Tipp. Nun bestätigt der Zürcher Staatsanwalt Umberto Pajarola: «Ende Juli haben wir eine Strafuntersuchung gegen zwei Verantwortliche von Peaceaid eröffnet.» Vorwurf: Betrug. Sie sassen bis Ende August in Untersuchungshaft. Wie hoch die abgezweigte Summe ist, wollte Pajarola nicht sagen.
Nach Angaben des Mitarbeiters beschäftigte Peaceaid zehn Personen, die vor allem bei älteren Personen telefonisch um Spenden warben. Täglich seien so rund 1000 Franken zusammen gekommen.
Über das Werk berichtete Anfang Juni bereits die Zeitschrift «Saldo». Moniert wurde, dass keine Transparenz besteht. Peaceaid konnte kein Hilfsprojekt nennen, das mit dem gesammelten Geld unterstützt wird.
01. September 2010 | Daniel Jaggi, Redaktor K-Tipp