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Vorsicht bei Verkäufen auf dem Auktionsportal Ricardo

Wer bei einer Ricardo-Auktion Kaufanfragen aus dem Ausland erhält, sollte vorsichtig sein. Dabei gilt: Erst liefern, wenn das Geld da ist.

Vorsicht bei Verkäufen auf dem Auktionsportal Ricardo

Der Fall ist ein klassischer Vorschussbetrug: K-Tipp-Leserin F. G. wollte ihren Laptop über die Auktionsplattform Ricardo.ch versteigern – ohne Erfolg. Schon während der Auktion hatte sich eine «Mary Wilson» bei F. G. gemeldet. Sie wollte den Computer sofort kaufen. F. G. antwortete schliesslich Wilson.

Diese behauptete, sie hätte 1200 Franken bei einer englischen Bank bereits einbezahlt und sandte ihr eine Bestätigung der Bank. Die Zustelladresse war in Afrika. F. G. erhalte die 1200 Franken, wenn sie der Bank die Paketnummer angebe.

F. G. verschickte den Laptop, sandte die Paketnummer, erhielt aber kein Geld, sondern ein Mail mit der Aufforderung, noch 300 Franken Transfergebühr an die Adresse nach Afrika zu senden. Erst da wurde sie stutzig und versuchte das Paket zu stoppen. Das war nicht mehr möglich.

Tipps:

  • Ins Ausland sollte man erst liefern, wenn das Geld auf dem eigenen Konto eingetroffen ist. Bankbelege lassen sich einfach fälschen.
  • Vorauszahlungen sollten Sie nur an vertrauenswürdige Personen leisten.
  • Zwar verfügt Ricardo über einen Verkäuferschutz. Die maximalen 250 Franken Entschädigung erhalten aber nur Verkäufer, die ihre Ware bei einer Auktion veräussern.

22. September 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online


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