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In Deutschland sollen Warteschlaufen künftig kostenlos sein. In der Schweiz ändert sich dagegen nichts.
Ein Dauerbrenner: Schweizer Konsumenten ärgern sich über teure Warteschlaufen von Firmen-Hotlines. Oft müssen die Anrufer «auf den nächsten freien Mitarbeiter warten» - und bezahlen schon dafür. Das Software-Unternehmen Sage Schweiz etwa verlangt Fr. 4.50 pro Minute. Und was erhält der Kunde dafür? Nervige Fahrstuhl-Musik. Sage Schweiz beteuert, die durchschnittliche Wartezeit betrage weniger als eine Minute.
Immerhin: Seriöse Unternehmen halten sich ans Gesetz und klären die Anrufer über den geltenden Tarif in der Warteschlaufe auf. Doch längst nicht alle tun das, wie eine Saldo-Stichprobe zeigte (siehe Artikel «Telekom-Hotlines: Kunden zahlen fürs Warten»).
Deutsche Konsumenten haben es besser. Die Regierung hat sich geeinigt und will das Kassieren fürs Warten gesetzlich verbieten. «So lange keine Leistung erbracht wird, darf auch keine Gebühr berechnet werden», lässt sich Verbraucherministerin Ilse Aigner zitieren.
Und in der Schweiz? Der Bundesrat ist laut einer Interpellations-Antwort der Ansicht, dass die Konsumenten mit dem geltenden Recht «ausreichend geschützt» seien. Die Verrechnung der Wartezeit will er nicht verbieten.
06. Oktober 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
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