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In Thunfisch-Dosen steckt oft nicht die darauf deklarierte Fisch-Art. Das zeigt eine Untersuchung. Und: Auch gefährdete Arten landen in der Dose.
«Die Thunfisch-Industrie ist ausser Kontrolle», schreibt Greenpeace nach einer Stichprobe. Die Umweltorganisation liess in einem Labor den Inhalt von Thunfisch-Dosen auf die enthaltenen Fischarten untersuchen. Fazit: «Thunfisch in Dosen ist oft aus verschiedenen Arten zusammengesetzt und falsch gekennzeichnet.» Und: Auch überfischte Arten landen in den Dosen.
Insgesamt liess Greenpeace 165 Dosen von 50 Marken aus zwölf Ländern untersuchen. Fast jede dritte Dose wurde bemängelt.
Unter den 165 Dosen befanden sich auch 11 aus der Schweiz. 4 dieser 11 Dosen enthielten die darauf deklarierten Fischsorten (Marken: Albo, Supremo). Bei den restlichen sieben Dosen (Almare, Rio Mare, Raimond Frères) konnte das Labor die Thunfisch-Sorte nicht genau deklarieren. Immerhin: Es konnte ausgeschlossen werden, dass sie verbotene Fischarten enthalten.
13. Dezember 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
