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Die zwei Umweltverbände überprüften Schweizer Stromlieferanten. Jene aus Genf, Zürich und Basel stehen an der Spitze. Die Studie basiert allerdings auf Eigenangaben der Anbieter.
Bundesrat und Nationalrat wollen es so: Die Schweiz soll bis 2034 auf Atomkraft verzichten. Die Naturschutzorganisationen WWF und Pro Natura wollten wissen, wie ökologisch die Schweizer Stromlieferanten heute schon arbeiten.
Dazu liessen sie die Schweizer Stromversorger von der Nachhaltigkeitsrating-Agentur Inrate bewerten. Die Studie umfasst die zwölf grössten Schweizer Stromlieferanten, die ihren Strom direkt an Haushalte oder andere Endkunden liefern. Grosskonzerne wie Axpo oder Alpiq, die nur Wiederverkäufern Strom liefern, wurden nicht berücksichtigt.
Wichtig war, welcher Anteil des Stroms aus den erneuerbaren Energiequellen Sonnen-, Wind- oder Wasserkraft stammt. Zudem untersuchte man, ob die Stromversorger bei den Wasserkraftwerken den Gewässerschutz berücksichtigen: Beispielsweise ob man den Flüssen nicht zuviel Wasser entnimmt und den Tieren genügend Raum lässt.
Besonders gut schneiden die Stromanbieter der Städte Genf, Zürich und Basel ab. So beziehen die Service Industriels de Genève (SIG) rund 70 Prozent des Stroms aus erneuerbarer Energie. Und überprüft die Wasserkraftwerke regelmässig.
Im Schnitt beziehen die Stromversorger nur rund einen Drittel des Stroms aus erneuerbaren Quellen.
Schlusslicht im Vergleich sind die Aargauischen Elektrizitätswerke (AEW). Sie argumentieren mit unterschiedlicher Ausgangslage: «Wir müssen viele Unternehmen mit grossem Stromverbrauch beliefern. Das ist mit Ökostrom schwierig.»
Die Studie stützt sich allerdings meist auf die Eigenangaben der Stromkonzerne. Inrate ist dennoch überzeugt, dass diese richtig sind: «Es sind gesetzlich vorgeschriebene Angaben. Sie sind verlässlich.»
Das Rating:
06. Juli 2011 | Jonas Arnold
