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Für einen guten Service public

Volksinitiative: Die Bundesbetriebe sollen nicht Gewinn erwirtschaften, sondern den Bürgern einen guten und bezahlbaren Service bieten.


Viele Konsumenten sind mit Post und SBB unzufrieden. Das zeigt eine repräsentative K-Tipp-Umfrage bei Bahn- und Postkunden. Sie bemängeln die hohen Preise für Bahntickets, Postpäckli und Briefe. Auch verschmutzte Züge und verkürzte Öffnungszeiten sorgen für Ärger.

Das soll sich ändern: Der K-Tipp lanciert zusammen mit den Zeitschriften Saldo, Bon à Savoir und Spendere Meglio die Volksinitiative «Pro Service public». Das Grundanliegen: Mehr Service statt Profit. Dem Bund soll es untersagt sein, mit zu hohen Post-, SBB- und Swisscom-Tarifen indirekt Steuern zu erheben. So lieferte etwa die Swisscom von 2007 bis 2010 über zwei Milliarden Franken an die Bundeskasse ab.

In der K-Tipp-Umfrage konnten sich die Konsumenten auch zu den Manager-Löhnen bei den Bundesbetrieben äussern. Fazit: Sie finden es falsch, dass diese zum Teil mehr als das Doppelte eines Bundesrates verdienen. Auch das will die Initiative ändern.

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Weitere Informationen unter www.proservicepublic.ch

 
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Kommentar: Service statt Profit
Preisüberwacher Stefan Meierhans brachte es auf den Punkt: «Die Post hat den Auftrag, den Service public zu gewähr- leisten – und zwar zu fairen Preisen. Ihr Hauptauftrag ist nicht, möglichst viel Ge­winn an die Bundeskasse abzuliefern.» Das sagte er vor zwei Jahren. Ohne Erfolg. Jetzt will ihm das Parlament gar verbieten, gegen überhöhte SBB-Preise einzuschreiten.
Die Post machte in den letzten Jahren Milliardengewinne. Daraus flossen von 2007 bis 2010 900 Millionen Franken in die Bundeskasse. Noch stärker liess die Swisscom die Kasse klingeln: Dem Bund flossen 2,36 Milliarden zu. Das sind nichts anderes als versteckte Steuern.
Die Zeche zahlen die Bürger, denen diese Be­triebe gehören. Trotz Ge­winnen steigen die Preise von SBB, Post & Co. stetig – und der Service wird abgebaut: Schalter schlies­sen, Züge werden weniger geputzt und Briefkästen weniger geleert.
Das will diese Initiative ändern. Guter Service soll bei den Bundesbetrieben wichtiger sein als der Profit. Dem Bund soll es un­tersagt sein, mit zu hohen Post-, SBB- und Swisscom-Tarifen indirekt ­Steuern zu erheben. 
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