Die WHO rüffelt die Schweiz im Kampf gegen die Masern. Zu wenig Menschen seien geimpft. Jetzt drohen Politiker mit dem Zwangsimpfen. Laut Thomas Gächter von der Uni Zürich klingt dies dramatischer, als es ist: Verweigerer erhielten im schlimmsten Fall eine Busse.
Auffällig viele Erwachsene bekommen Masern, sagt ein Experte. Der Grund: Kaum mehr Ansteckungsgefahr als Kind. Experten raten Eltern, ihre Kinder mit etwa 12 Jahren zu impfen.
Bisher konnten Eltern selbst entscheiden, wogegen sie ihr Kind impfen lassen. Doch jetzt gibt es für Masern, Mumps und Röteln kaum noch Einzelimpfstoffe. Eltern sind verärgert.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will die «impfmüden» Schweizer aufrütteln - mit bedrohlichen Szenarien einer Masern-epidemie. Kritiker werfen dem BAG vor, einseitig zu informieren.