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Bodylotions sollen Feuchtigkeit spenden und damit die Haut pflegen. Einzelne Hersteller versprechen jedoch zu viel. Und manche Produkte enthalten heikle Substanzen.
Die kalte Jahreszeit trocknet die Haut aus – sie wird schuppig. Cremen und Lotions schaffen Abhilfe, glaubt man den Versprechen der Hersteller: «Macht die Haut spürbar glatt, geschmeidig und spendet nachhaltig Feuchtigkeit», «24 Stunden Anti-Feuchtigkeitsverlust», «sorgt für spürbar weichere und frischer aussehende Haut».
Stimmt das? Der K-Tipp liess zwölf Körperlotions für nor-male Haut testen. Ein Labor untersuchte, welche Cremen die Haut gut befeuchten und zudem keine problematischen Stoffe enthalten. Die Produkte stammen von Grossverteilern, Discountern, Warenhäusern und aus dem Reformhaus. Testsieger ist die Lacura Bodylotion von Aldi. Diese Lotion ererhielt als einzige die Schlussnote «sehr gut»: Sie überzeugte beim Anwendungstest und enthält keine kritischen Substanzen. Drei Produkte waren ungenügend: Prix Garantie, L’Oréal und The Body Shop.
Eine gute Bodylotion spendet der Haut über viele Stunden zusätzliche Feuchtigkeit und schützt sie vor dem Austrocknen. Das Labor prüfte die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften der Cremen auf der Haut von zehn Testpersonen. Unmittelbar nach der Anwendung sowie zwei, vier, sechs und acht Stunden später massen die Fachleute die Feuchtigkeit.
Zwei Cremen spenden sehr viel Feuchtigkeit
Die pflegende Wirkung nimmt bei allen Produkten im Laufe der Zeit ab. Allerdings versorgen einige die Haut wesentlich besser mit Feuchtigkeit als andere. Für zwei Produkte – L’Oréal und Lacura – gab es bei diesem Kriterium eine sehr gute Note. Nach sechs Stunden hatten die Testpersonen mit der L’Oréal-Creme eine um über 97 Prozent feuchtere Haut als vor der Anwendung. Bei der Lacura Body Lotion lag dieser Wert nach acht Stunden bei 82 Prozent.
Unter den vier punkto Feuchtigkeit «genügenden» Cremen war das teuerste Testprodukt (siehe Tabelle im pdf-Artikel). Prix Garantie schnitt als einzige Lotion «ungenügend» ab: Nach sechs Stunden versah sie die Haut nur noch mit 47 Prozent Feuchtigkeit, nach acht Stunden mit 35 Prozent – halb so viel wie der Testsieger. Coop kommentierte das punkto Hautbefeuchtung dürftige Resultat nicht. Die Migros schreibt, im ersten Halbjahr 2010 wolle man die Rezeptur der «I Am»-Bodylotion überarbeiten.
Obwohl in den Produkten weniger kritische Inhaltsstoffe stecken als bei vergleichbaren Analysen aus vergangenen Jahren, sind die Resultate auch jetzt nicht durchwegs positiv. Mit drei Lotionen bringt man Risikostoffe auf die Haut: Das krebserregende Formaldehyd dient in Kosmetika als Konservierungsmittel, meist setzen die Hersteller Formaldehydabspalter ein. Diese Stoffe enthalten Formaldehyd in gebundener Form und können es nach und nach abgeben. In der Lotion von L’Oréal fand das Labor relativ hohe Mengen Formaldehyd. Das Produkt enthält ausserdem stark allergene Duftstoffe. Das führte zu 2 Noten Abzug und ergibt das Testurteil «ungenügend».
Allergene Duftstoffe müssen nicht sein
Auch die geprüften Cremen von Dove und The Body Shop sind mit allergenen Duftstoffe angereichert. Bei ihnen musste die Note deshalb ebenfalls abgewertet werden. Das führte beim Body-Shop-Produkt zu einem schlechteren Gesamturteil. Während Dove und The Body Shop die Ergebnisse nicht kommentieren, meint L’Oréal, «dass die Anwendung von Formaldehydabspaltern in den verwendeten Konzentrationen gesundheitlich unbedenklich ist». Die Hersteller der restlichen Cremen beweisen jedoch, dass es auch ohne diese Substanzen geht. Immerhin: In keiner Creme stecken Polyzyklische Moschusverbindungen (siehe unten).
So schützen Sie die Haut
Peter Schmid, Leiter der Allergiestation der Dermatologischen Klinik am Uni-Spital Zürich, gibt Pflegetipps:
So wurde getestet
Das Labor Eurofins Consumer Product Testing in Hamburg hat die Bodylotionen im Auftrag von K-Tipp getestet:
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28. September 2009 | Susanne Rufer, Redaktion K-Tipp
