|
(4) |
Stürze auf Glatteis können fatale Folgen haben. Ein Gleitschutz am Schuh soll dies verhindern. Doch nur ein Produkt konnte im Test überzeugen.
Für einmal hat sich der K-Tipp aufs Glatteis begeben – im eigentlichen Sinne. Zusammen mit dem österreichischen Magazin «Konsument» hat er verschiedene Gleitschutz-Produkte für Schuhe getestet. Dabei handelt es sich um Krallen, Spikes, Ketten oder eine Kombination davon. Sie lassen sich mittels Schnallen oder Gummizug an der Sohle befestigen.
Der «Konsument» liess 22 Produkte im Labor prüfen, sechs davon sind auch in der Schweiz erhältlich. Diese hat der K-Tipp einem Praxis-Test unterzogen (siehe unten). Fazit: Nur ein Gleitschutz erhielt die Bewertung «empfehlenswert». Die anderen Artikel haben entweder die Probe auf dem Eis nicht bestanden, waren schwierig zu montieren oder beides (siehe Tabelle im pdf-Artikel).
Beim Aufsetzen der Ferse passierts
Ein wichtiger Befund der österreichischen Fachleute: Entscheidend ist das sichere Aufsetzen der Ferse. Wenn man da auf dem Boden keinen Halt findet, rutscht der Fuss unweigerlich weg. Das Abrollen über die Sohle und das Abdrücken mit den Fussballen ist weniger riskant: Wer mit der Schuhspitze wegrutscht, kann sich relativ leicht wieder auffangen.
Kein Wunder, ist das einzige «empfehlenswerte» Produkt Devisys ein Fersen-Spike. Er lässt sich zudem mit einem Klettband einfach montieren. Bei den Produkten, die sowohl Ferse wie Fussballen umfassen, war das Anziehen im Stehen oft sehr mühsam. Das ist insbesondere für ältere Menschen von Bedeutung.
Im Test nicht überzeugen konnte unter anderem die Yeti-Schuhkralle von Ottinger: «Der Versuch mit einer Puppe ist nicht praxisgerecht», kritisiert Seniorchef Georg Ottinger die österreichische Testmethode. Er gesteht allerdings ein, dass das Produkt Yeti für Glatteis weniger geeignet ist. «Für blankes Eis sind Spikes am besten. In Natura findet man aber häufig Matsch, festgetretenen Schnee und Eis gemischt an, und für solche Verhältnisse ist der Yeti ideal.»
So wurde getestet
Ein österreichisches Forschungsinstitut hat typische «Ausrutscher» im Labor simuliert. Dabei wurde eine Beinprothese mit Gleitschutz am Schuh auf einen Eisblock aufgesetzt und die Wirkung der Spikes gemessen. Der K-Tipp hat die in der Schweiz erhältlichen Produkte auf einer Kunsteisbahn einem Praxistest unterzogen. Die Laborergebnisse wurden dabei weitgehend bestätigt.
Zweites Testkriterium war die Handhabung. Dabei versuchten mehrere Probanden die Anti-Rutsch-Hilfsmittel im Stehen zu montieren. Das war oft nicht ganz einfach.
24. Januar 2010 | Stephan Dietrich
Kommentare (4) |
|
Für mich gibt es nur Multi-Sole (Sohlen mit richtigen Spikes)
oder Icebug Eisschuhe als absolut sichere Variante für den
Winter. Spikes die nur am Fersen montiert werden sind zu unsicher.
Beim Gehen setzt der Fuss auf dem Fersen auf. Die Fersenspikes geben
dort genug Sicherheit. Danach rollt der Fuss ab und stösst auf
dem Vorderfuss ab. Wo bleiben die Spikes für die Traktion?
Bergauf geht man generell verstärkt auf dem Vorderfuss.
Fersenspikes sind meiner Meinung nach sehr unsicher und überhaupt
nicht zu empfehlen. Ich empfehle Multi-Sole zum Wandern oder
Schlitteln/Rodeln und die Icebug Eisschuhe für den Sportler.
Beide Produkte sind bei SHAKAshop.ch in der Schweiz unter folgendem
Link erhältlich: Multi-Sole Wandersohle/Rodelsohle
http://www.shakashop.ch/advanced_search_result.php?keywords=multi-sole
&search_in_description=1&x=0&y=0 Icebug Eisschuhe
http://www.shakashop.ch/icebug-m-279.html Die Produkte werden auf der
erwähnten Webseite perfekt beschrieben.
