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Salz galt lange als Hauptverursacher von hohem Blutdruck. Zu Unrecht.
Eine Prise Salz aufs Ei, ein St?ck K?se, Chips und Salzn?sse vor dem Fernseher. Gem?ss einer Untersuchung der Deutschen Gesellschaft f?r Ern?hrung nehmen wir heute mehr als viermal so viel Salz zu uns, wie der K?rper zum ?berleben ben?tigt - n?mlich rund 2 Gramm pro Tag. Nicht nur der Salzstreuer beim W?rzen, sondern auch versteckte Salze in Fertiggerichten und Brot sind f?r diese hohen Werte zust?ndig.
Trotzdem: 5 bis 6 Gramm Salz t?glich gelten heute als vertr?gliche Menge. Die salzarme K?che wird von Medizinern nicht mehr propagiert. Ein Zusammenhang zwischen hohem Blutdruck und hohem Salzkonsum kann nach neusten Erkenntnissen n?mlich nicht hergestellt werden.
Fettarme Ern?hrung ist wichtiger als eine salzarme Di?t
Dr. Peter Ballmer, Ern?hrungsspezialist am Kantonsspital Winterthur: "Salz per se ist nicht ungesund, doch es gibt Personen, die ‹Salz-sensitiv› sind. Sie erleiden bei einer hohen Salzzufuhr einen ?berm?ssigen Anstieg des Blutdrucks." Weiter zeigt eine ?ber Jahre durchgef?hrte amerikanische Studie, dass eine fettarme Ern?hrung die besseren Resultate im Kampf gegen Bluthochdruck erzielt als eine salzarme Di?t.
Salz ist eine Verbindung von Natrium und Chlor.
Beide Elemente braucht der K?rper - etwa f?r die Magensaftproduktion und die Regelung des Wasserhaushalts. Ein Salzmangel und dessen negative Folgen wie Schwindel und Muskelkr?mpfe kommen bei normaler Ern?hrung bei uns jedoch kaum vor.
Katrin Sutter
Links: www.sve.ch, www.gesundheitstrends.ch. Buch: Udo Pollmer/Susanne Warmuth, "Lexikon der popul?ren Ern?hrungsirrt?mer"
14. März 2001
