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Artikel | saldo 6/2001

Steuern - Alles halb so schlimm

Bis Ende M?rz ist die Steuererkl?rung einzureichen. Eine Erstreckung der Frist ist aber m?glich – und sch?tzt bei Zeitmangel vor Problemen mit dem Steueramt.

Der 31. M?rz ist in den meisten Kantonen der Termin zur Einreichung der Steuererkl?rung. Bereits verstrichen ist die Frist im Kanton Bern. Dort gilt der 15. M?rz als Stichdatum.

Wer aus Zeitmangel die Frist nicht einhalten kann, sollte beim Steuerb?ro der Wohngemeinde vor Fristablauf per Einschreiben eine Fristverl?ngerung beantragen. Das ist keine grosse Sache und auch bei Treuh?ndern bei der ?bernahme eines Steuerdossiers oft die erste Handlung – nur schon um die Arbeitsbelastung auf mehrere Monate zu verteilen. In einfachen F?llen ist das Ausf?llen der Steuererkl?rung aber keine Hexerei. Wer sich gut organisiert, schafft es durchaus selber – auch in der kurzen Zeit, die bis zum Termin noch bleibt.


Im Voraus die n?tigen Unterlagen zusammenstellen

Eine Anleitung zum Ausf?llen der Formulare findet sich in der Wegleitung, die man sorgf?ltig durchgehen sollte. Bevor es ans Ausf?llen geht, sollte man sich folgende Unterlagen beschaffen: eine Kopie der letzten Steuererkl?rung, den Lohnausweis, die Konto- und Depotausz?ge per Ende Jahr, die Bankbest?tigung bei Beitr?gen an die dritte S?ule, die R?ckkaufswerte von Lebensversicherungen per Ende Jahr und die Unterhaltsbelege bei Immobilienbesitz.

Beim Ausf?llen beginnt man am besten zun?chst mit dem Wertschriftenverzeichnis (siehe saldo 4/01) sowie allf?lligen Beibl?ttern f?r selbstst?ndige Erwerbst?tigkeit oder Liegenschaften, deren Schl?sselzahlen anschliessend ins Hauptsteuerformular
einzutragen sind.


Treuh?nder: Nicht einfach den Erstbesten nehmen

Wer sich das Ausf?llen der Steuererkl?rung ersparen will, kann einen Treuh?nder einschalten. F?r Leute ohne Verm?gen und Wertschriften geht es dabei weniger um riesige Einsparungen: Im Vordergrund steht die Annehmlichkeit, sich nicht durch die Formulare k?mpfen zu m?ssen. Die Kosten f?r das Ausf?llen liegen in der Regel zwischen rund 200 Franken in einfachen F?llen und einem vierstelligen Betrag bei komplizierten Verh?ltnissen.

Die Wahl des Treuh?nders ist Vertrauenssache. Es lohnt sich, nicht einfach den Erstbesten aus dem Telefonbuch zu nehmen, sondern sich im Bekanntenkreis nach einer empfehlenswerten Adresse herumzuh?ren. Wer nicht selbst ein Fristverl?ngerungsgesuch einreicht, muss seinem Treuh?nder den Auftrag dazu noch vor Ablauf der Einreichungsfrist erteilen. Wer dies verpasst, erh?lt vom Steueramt eine Warnung. Wer erneut nicht reagiert, wird eingesch?tzt, was oft mit einer zu hohen Steuerrechnung verbunden ist.


Verm?gen: Eine Steuerplanung lohnt sich schnell

Der Steuertermin kann auch Anlass sein, zusammen mit dem Treuh?nder die Verm?gensstruktur im Hinblick auf eine Steuerplanung f?r die n?chsten Jahre zu ?berpr?fen. Wichtige Punkte sind dabei die Beitr?ge an die dritte S?ule und die Pensionskasse, die Unterhaltskosten f?r Liegenschaften sowie Schuldzinsen.

Hilfe gibts auch im Internet: Dr. Tax heisst ein j?hrlich aktualisiertes Programm mit Versionen f?r jeden Kanton – allerdings nur f?r PC (www.drtax.ch, Preis Fr. 15.–/ CD-ROM Fr. 29.–). Zudem bieten mehrere Kantone ?bers Internet Steuerformulare an, die sowohl auf PC wie auf Mac funktionieren, aber bis zu einer Stunde Ladezeit ben?tigen. Informativer Link: www.estv.admin.ch.

Gaston Fasnacht

28. März 2001


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