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Die Websites von Computerzeitschriften enthalten viele nützliche Infos - saldo stellt eine Auswahl vor.
Am Kiosk machen sich die Titelblätter unzähliger Computerzeitschriften Konkurrenz um die Gunst all jener Menschen, die irgendwo einen PC haben. Im Internet, wo alle PC-Magazine längst ihre Ableger gegründet haben, ist der Kampf noch härter. Da messen sich Chip & Co. mit der US-Konkurrenz von IDG.Net (www.idg.net), ZDNet (www. zdnet.com) und CNet (www. news.com) oder Hot Wired (www.hotwired.com), dem allerersten Internetmagazin, das 1994 aufgeschaltet wurde, als es noch keinen Netscape-Browser gab.
Anwender, die sich am Schweizer Markt orientieren möchten, haben keine grosse Auswahl. Die erste Adresse für die Sorgen und Nöte von «kleinen» Anwendern ist die Zeitschrift «PCtip» (www. pctip.ch). Die Site hat eine gut gepflegte Download-Sektion sowie einen nützlichen Bereich unter dem Namen Helpdesk, in dem viele Tipps und Antworten zu Fragen im Zusammenhang mit PC-Problemen zu finden sind.
Die hier fehlenden Foren bietet die Businesslastige «Infoweek» (www.infoweek. ch) an. Hier können User ihre Erfahrungen austauschen. Zudem sind hier viele, allerdings oft nur für ambitionierte Anwender verständliche News abrufbar.
Verständlicher, doch ebenfalls wirtschaftlich orientiert, gibt sich der «Internet Standard» (www.internetstandard. ch) im Netz. Zu finden sind wichtige Hintergrundartikel. Enttäuschend fällt der Auftritt der E-Commerce-Zeitschrift «Netzwoche» (www. netzwoche.ch) aus. Interessant ist hier nur der so genannte Netzticker: Einfach interessante Schlagzeilen anklicken, eigene E-Mail-Adresse eintippen und auf Absenden klicken - schon liegen die News im elektronischen Briefkasten.
Erstaunlicherweise sind die meisten Computerzeitschriften im Netz nicht sehr innovativ, nutzen die Technik kaum aus, beschränken sich auf News und stellen die Artikel der gedruckten Ausgabe - wenn überhaupt - in ermüdender Länge ins Netz.
Die «c't» (www.heise.de/ ct/), so etwas wie die Bibel der Computerfreaks, bietet nur wenige Artikel aus dem Heft an, dafür täglich eine Fülle an News - die später auch im Heft erscheinen.
Surfer wollen nur kostenlose Informationen
Der Elan ist wohl durch die neusten Marktforschungen erst recht gebrochen worden: Die meisten User wollen nämlich für Informationen im Internet nichts bezahlen. Zu diesem Schluss kommen die Hamburger Marktforscher von Eyes and Ears. Vielleicht wollen die User aber auch einfach selbst mitarbeiten. Der so genannte Collaborative Journalism hält Einzug im PC-Zeitschriften-Markt: Online-Magazine wie «Slashdot» (www.slashdot. org) lassen jeden Site-Besucher mitarbeiten.
Bruno Habegger
23. Mai 2001
