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Auch im Leben von David Baucamp dreht sich alles um Bewegung. Für Davids Eltern schien Sport der einzige Ausweg, um das Temperament des kleinen Energiebündels in den Griff zu bekommen. «Als ich fünf war, steckten mich meine Eltern in Schlittschuhe und stellten mich aufs Eis», schmunzelt der unterdessen 27-Jährige.
Seither blieb Sport das Zentrum in seinem Leben. Heute ist David Baucamp Sportlehrer, arbeitet als Fitness-Trainer und zeigt als Personaltrainer Privatklienten, wie sie richtig trainieren. Damit nicht genug: Zusammen mit einem Kollegen baut er nebenbei eine Personaltrainer-Agentur auf. Hat er frei, trifft man ihn im Fitness-Raum, in den Bergen beim Snowboarden oder auf dem Surfbrett in den Wellen des Atlantiks. «Ein Leben ohne Sport kann ich mir nicht vorstellen.»
Die Liste der Sportarten, die David Baucamp in seiner 22-jährigen Sportkarriere ausgeübt hat, ist lang. Die Liste seiner Sportunfälle ebenfalls. Mehrere Knieverletzungen, Knochenbrüche und Rückenprobleme: «Trotzdem habe ich immer trainiert. War ich am Oberkörper verletzt, habe ich meine Beine trainiert. War das Knie kaputt, mit dem Oberkörper.»
Auch für das Umfeld des Bewegungswütigen ist es eine Erleichterung, wenn er trainiert: «Als David wegen eines Bänderrisses einen Gips tragen musste, nörgelte er nur noch herum und war unausstehlich. Nach zwei Wochen drängten wir den Arzt, den Gips zu entfernen», erzählt seine Mutter. Der Arzt blieb hart. David auch: Er trainierte im Geheimen mit dem Gips.
Mit seiner Statur ist der Sport-Maniac zufrieden. «Ich trainiere nur für mich. Was die andern über mein Aussehen denken, interessiert mich nicht», erklärt David Baucamp. In Fitness-Kreisen sei es oft so, dass Männer mit ihren Muskeln präsentieren und angeben wollen. «Ich zeige meine Muskeln ungern. Es geht niemanden etwas an, wie muskulös mein Body ist.»
Und fast ein wenig verlegen fügt er hinzu: «Ausser meine Freundin; wenn ich mal eine habe.»
Christian Messerli
12. Oktober 2001
