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Artikel | Haus & Garten 2/2001

SMS-Dienste im Vergleich - So einfach wird das Handy zum Info-Center

Ob TV-Programm, Sportresultate oder Aktienkurse: SMS-Dienste halten Handy-Benutzer auf dem Laufenden. Doch nicht alle bieten den Kunden gleich viel.

Mehr als 5 Millionen Kurzmitteilungen werden täglich via Natel verschickt - allein über das Swisscom-Netz. Ein grosser Teil davon sind keine persönlichen Botschaften, sondern Nachrichten, Sportresultate oder Börsenkurse.

Solche Info-Dienste via SMS (Short Message Services) können Kunden bei Diax, Orange und Swisscom abfragen. Wer zum Beispiel stets die aktuellsten News aus dem In- und Ausland möchte, muss per SMS ein bestimmtes Schlüsselwort an eine Kurznummer senden (etwa «News» auf die Nummer 321 bei Swisscom). Nach kurzer Zeit erscheint die gewünschte Information auf dem Handy.

Tipp: Vor der Eingabe des Schlüsselwortes die Texteingabehilfe ausschalten, da diese die Schlüsselwörter meist nicht erkennt.

SMS-Dienste kann man auch abonnieren. Einfach geht das bei Diax und Orange übers Internet: Formular ausfüllen und Infos bestellen. Zudem ist es möglich, die SMS-Dienste via Internet zu verwalten. Diesen Service bietet Swisscom nicht.

Tipp: Bei allen Netzbetreibern ist eine Broschüre erhältlich mit den Details zum Abfragen und Programmieren der SMS-Dienste. Man kann sie über die Kundendienstnummer des Anbieters bestellen.


Swisscom mit dem breitesten Info-Angebot

K-Spezial hat die SMS-Dienste von Diax, Swisscom, und Orange miteinander verglichen und bewertet. Kriterien waren das Informationsangebot, der Bedienungskomfort, die Unterstützung durch das Internet sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Grundangebote von Swisscom, Orange und Diax decken Nachrichten, Sport und Wetter ab. Bei Swisscom und Diax kann man zwischen verschiedenen Inhalts-Anbietern wählen. Diese Wahl fehlt bei Orange. Dadurch fällt auch das Informationsangebot von Orange bescheidener aus. So fehlen zum Beispiel die Fahrplanauskunft der SBB und das elektronische Telefonverzeichnis (ETV).

Insgesamt das breiteste Angebot hat die Swisscom. Sogar Konto-Abfragen bei Banken und der Post sind hier möglich.


Orange: Am einfachsten zu bedienen

Punkten kann Orange dagegen beim Bedienungskomfort. Da alle Informationen über den gleichen Kanal laufen, gibt es auch nur eine Kurznummer (300 für deutsche Infos). So kann man die Schlüsselwörter immer an die gleiche Nummer senden.

Bei Diax gibt es die meisten Infos unter der Kurznummer 999. Der Nachteil: Die Schlüsselwörter zumEintippen sind häufig sehr lange. Bei Swisscom hat jeder News-Anbieter eine eigene Kurznummer. Und die Schlüsselwörter sind kurz.


Die Kosten stets im Auge behalten

Die Preise für die SMS-InfoDienste sind je nach Netzbetreiber, Anbieter und gewünschter Information unterschiedlich. Gratis sind bei Diax und Swisscom die Informationen in eigener Sache. Sonst bewegen sich die Preise für eine Meldung bei Swisscom zwischen 10 Rappen und einem Franken; bei Diax zwischen 15 und 90 Rappen.

Zu den günstigeren Angeboten zählen Nachrichten und Sport-Meldungen. Spezielle Meteo- (zum Beispiel örtliche Pistenberichte) und Unterhaltungsangebote wie Horoskope und Cocktail-Rezepte finden sich am oberen Ende der Preisskala. Orange bietet ein einfaches Mengenrabatt-Tarifsystem: Bis 30 Abfragen pro Monat kosten je 50 Rappen; bis 60 Abfragen 45 Rappen; ab 61 Abfragen 40 Rappen. Diese Preise sollte man bei allen Netzbetreibern immer gut im Auge behalten.

Während einmalige Abfragen nur ein paar Rappen kosten, läppert sich das bei abonnierten SMS-Diensten rasch einmal zu einer stolzenSumme zusammen. So kostet etwa der Dienst «News» von SwissText bei Swisscom 45 Franken im Monat, wenn man täglich drei Nachrichten abfragt.

Tipp: Erkundigen Sie sich vor Abschluss eines SMS-Abonnements über den Preis der einzelnen Meldung und die Häufigkeit der Aktualisierung (bei Diax in der Broschüre, bei Swisscom im Internet). So behalten Sie die Kontrolle über die Kosten.

Achtung: Der Empfang abonnierter Dienste im Ausland kostet gleich viel wie in der Schweiz. Bei Abfragen aus dem Ausland wird hingegen ein Roaming-Zuschlag verrechnet.

Jean-Claude Gerber



So versenden Sie eine Botschaft per SMS

Mit dem Handy:

1. Wählen Sie im Menü «Mitteilungen» den Punkt «Nachricht verfassen».

2. Tippen Sie auf derHandy-Tastatur Ihre Nachricht ein.

3. Bestätigen Sie oder wählen Sie im Optionsmenü den Punkt «senden».

4. Geben Sie die Telefonnummer (mit Vorwahl) ein oder wählen Sie einen Eintrag aus dem Telefonbuch. Bestätigen Sie.

5. Sollte die Meldung «Einstellungen überprüfen» erscheinen, müssen Sie einmalig im Menü «Mitteilungs-Optionen/Einstellungen» die Nummer des SMS-Centers Ihres Netzbetreibers eingeben:

- Swisscom: +41 79 499 90 00

- Orange: +41 78 777 70 70

- Diax: +41 76 598 00 00


Übers Internet:

Auch wenn Sie kein Handy haben, können Sie per SMS mit Handy-Besitzern kommunizieren - über das Internet. Zu den besten kostenlosen Anbietern im Netz gehört www.mtnsms.com

Im Gegensatz zu anderen SMS-Diensten im Internet können Sie hier nicht nur Nachrichten versenden, sondern auch Antworten perSMS empfangen. Wie im Internet üblich, ist nur die Verbindungsgebühr zu bezahlen. Auch der gleichzeitige Versand an mehrere Empfänger ist möglich.

Nachteil aller Internet-SMS-Dienste: Es stehen pro Mitteilung nicht die ganzen 160 Zeichen zur Verfügung, da an jeder Gratis-SMS eine kurze Werbebotschaft angehängt ist.

01. März 2001


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