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Frage: Ich zahle monatlich 250 Franken in einen Sparplan bei der Bank Pictet ein. Meine Einzahlungen werden in den Pictet Megatrend Fund investiert. Ich bin von der Entwicklung im letzten Jahr enttäuscht. Soll ich den Fonds wechseln oder soll ich die Einzahlungen stoppen?
Antwort: Nein, das empfehlen wir Ihnen nicht. Grundsätzlich hat das schrittweise Einzahlen positive Seiten. Sie verhindern dadurch, dass alles Geld zu einem ungünstigen Zeitpunkt investiert wird.
Ihre Enttäuschung über das Anlageresultat 2001 ist verständlich. Es erstaunt aber nicht so sehr, wenn man Anlageziel und Zusammensetzung des Pictet Megatrend betrachtet. Es handelt sich dabei um einen so genannten Dachfonds (Fund of Funds).
Das Fondsmanagement bfw group sucht nach den besten Sektorenfonds mit den grössten Wachstums-Chancen. Umso weniger verwundert der Anteil an Technologiewerten. Diese machen aktuell einen Drittel des Fonds aus. Da der Technologiesektor im Jahr 2001 stark an Wert verloren hat, schnitt auch der Pictet Megatrend schlechter ab als der Welt-Aktienindex MSCI World: -24,3 Prozent gegenüber -14,2 Prozent. Noch im Jahr 2000 war der Index übertroffen worden: +0,3 Prozent gegenüber -10,8 Prozent.
Solange Sie von den langfristigen Chancen der Wachstumssektoren (speziell Technologie, Finanzen und Pharma/Biotech, aber auch Ernährung und Wasser) überzeugt sind, drängt sich kein Fondswechsel auf. Wichtig ist, dass Sie nach Ablauf des Sparplans die Anlagestrategie fortführen, um auf den für Aktienanlagen erforderlichen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren zu kommen.
Beachten Sie auch, dass Sie sich für 5 Jahre verpflichtet haben und dass Ihnen Pictet gleich zu Beginn eine Kommission von maximal 5 Prozent der geplanten Einzahlungssumme belastet hat (Anzahl Monate x Einzahlungsbetrag). Diese Gebühr würde Ihnen bei einer vorzeitigen Auflösung nicht rückerstattet.
01. April 2002
