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Meine Tochter möchte ein Zungen-Piercing. Ich habe aber gesundheitliche Bedenken. Sie wird bald 18 und kann sich dann selbst entscheiden. Welche Argumente gibt es gegen ein solches Piercing?
Verschiedene Gründe sprechen gegen ein Zungen-Piercing:
- Es kann den Zahnschmelz zerkratzen oder Zungennerven schädigen.
- In den ersten Tagen verursacht das Piercing eine starke Schwellung und Schmerzen. Kein anderes Piercing durchsticht einen ganzen Muskel und wird so viel bewegt.
- Weil das Piercing ständig mit Speichel und Nahrung in Kontakt kommt, besteht eine grössere Infektionsgefahr.
- Hepatitis C kommt deutlich häufiger bei Piercing-Trägern vor. Der Übertragungsweg ist jedoch nicht restlos geklärt.
- Das Piercing kann ständig Akupunkturpunkte stimulieren und so das Energie-Gleichgewicht im Körper stören.
Es fragt sich aber, ob Sie mit vernünftigen Argumenten der Mode und dem Gruppendruck beikommen. Oft ist es für Eltern ein schmerzhafter Prozess, das Kind in die Selbstständigkeit - und manchmal auch in die Unvernunft - zu entlassen. Wichtig ist, dass Sie einerseits Ihre Bedenken mitteilen, anderseits akzeptieren, dass Ihr Kind volljährig ist. Vielleicht bringt ein Alternativvorschlag Erfolg - etwa ein ungefährliches Nabel-Piercing.
(Ru)
01. Juni 2002
