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Gro Harlem Brundtland, Direktorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sucht weltweit nach finanzkräftigen Spendern, die ein Programm gegen Tuberkulose mitfinanzieren.
Zwei Millionen Menschen starben 1998 an dieser Krankheit, acht Millionen stecken sich jedes Jahr an. In über 100 Ländern der Erde entdeckten Forscher neue TB-Bakterien, gegen die herkömmliche Medikamente machtlos sind. Wer sich mit diesen Bakterien ansteckt, muss fast zwei Jahre lang bis zu sieben teure Medikamente einnehmen.
Dennoch werden zurzeit nur 100 Millionen Dollar jährlich für den Kampf gegen TB eingesetzt. Das ist viel zu wenig, um neue Forschungen zu finanzieren und dafür zu sorgen, dass mittellose Patienten in der Dritten Welt die notwendigen Medikamente auch erhalten.
Die WHO hofft, für einen neuen Fonds 500 bis 600 Millionen Dollar zu sammeln. Damit, so meinen Experten, könnte sich der Vormarsch der Krankheit stoppen lassen.
(Herald Tribune)
01. Januar 2000
