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Frage: In den vergangenen Monaten habe ich mit meinen Pharmatiteln viel Geld verloren. Das erstaunt mich - ich habe diese als defensive Anlage erachtet. Wie verringere ich die Risiken, ohne die reine Aktienstrategie aufzugeben?
Antwort: Betrachtet man die Entwicklung der Schweizer Pharmawerte Roche und Novartisin diesem Jahr, kann man beide Titel als defensiv bezeichnen. Mit -11 Prozent beziehungsweise +0,6 Prozent haben sie weit besser abgeschnitten als der Swiss Market Index (-19 Prozent).
Dagegen hat Ihr CS-Pharma-Fonds in den ersten sieben Monaten 25,8 Prozent verloren. Der Grund: Er investiert weltweit. So haben die US-Pharmaunternehmen im Durchschnitt 30,2 Prozent (in CHF gerechnet) eingebüsst. Etwas besser erging es mit -21,6 Prozent (in CHF gerechnet) den europäischen Konkurrenten. Der CS-Fonds hatte Ende Juni rund 63 Prozent in den USA, 22 Prozent in Europa und 11 Prozent in der Schweiz angelegt.
Trotz des Verlusts ist die Leistung des CS EF Pharma nicht schlecht. Die Kursrückgänge sind auf marktbedingte Faktoren zurückzuführen. Man darf aber davon ausgehen, dass die Pharmabranche auch in Zukunft überdurchschnittlich wächst.
Um Ihr Risiko zu verringern, empfehlen wir, den UBS Technology zu reduzieren und im Gegenzug den Vontobel Food & Beverages (Nahrungsmittel) aufzustocken sowie einen Europa-Fonds zu kaufen (MFS). Damit senken Sie das US-Gewicht im Depot von 53 Prozent auf 45 Prozent. Der MFS-Fonds konnte sich in den letzten Jahren in guten und in schlechten Marktphasen gegenüber seinen Konkurrenten behaupten.
01. August 2002
