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Die Firma Heimarbeit-Index kassiert Geld, vermittelt aber keine Jobs. Gegen sie läuft eine Strafuntersuchung.
Seit Jahren lockt die Firma Heimarbeit-Index per Inserat und Internet Stellensuchende an. Gegen eine überrissene Gebühr von 120 Franken verspricht sie Arbeitsvermittlung. Einige tausend Menschen haben bezahlt. Aber: «Die Firma kassiert nur ein, Jobs gibt es keine», sagt Roland Ronchi vom Schweizerischen Verband für Heimarbeit SVH.
Da Heimarbeit-Index ursprünglich von Luzern aus operierte, leiteten die kantonalen Behörden eine Strafuntersuchung ein. Um der Justiz zu entgehen, verkaufte Adam Krbalek, einer der Drahtzieher, das Geschäftskonzept nach Liechtenstein an die Firma Global Work Connection GWC. Diese betreibt nun von Vaduz aus die dubiose Stellenvermittlung.
Aus Krbaleks Sicht, der in Luzern eine Postfachadresse unterhält, ist das Thema somit vom Tisch, denn «mit der GWC habe ich nichts zu tun». In einem weiteren Brief behauptet er: «Mir wurde vom zuständigen Amt mitgeteilt, dass das Ermittlungsverfahren gegen die Heimarbeit-Index mangels Rechtsgrundlagen eingestellt wurde. Alles war und ist völlig legal.» Aber: Keine seiner Behauptungen stimmt. Untersuchungsrichterin Verena Lais bestätigt, dass das Verfahren weiterläuft. Der Verkauf der Heimarbeit-Index ändere nichts an der Illegalität, und Krbalek habe sehr wohl Verbindungen zur GWC.
(kel)
21. Mai 2003
