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Fast alle Lebensversicherungen haben die Zinssätze dieses Jahr drastisch gesenkt. Derzeit lohnt sich ein Abschluss kaum.
Mitte der 90er-Jahre erhielt man mit einer Einmaleinlage-Versicherung noch 4 und mehr Prozent Zinsen. Heute sind es - je nach Alter, Laufzeit und Gesellschaft - 0,5 bis 2,5 Prozent. In Einzelfällen sogar noch weniger: 65-Jährige erhalten zum Beispiel bei der Pax für eine fünf Jahre laufende Einmaleinlage nur 0,05 Prozent Zins pro Jahr.
Lohnen sich solche Versicherungen überhaupt noch?
Von den früher hohen Zinssätzen sollte man sich nicht blenden lassen. Denn die Teuerung frass einen Grossteil der Gewinne weg. Bei 3 Prozent Teuerung blieb nicht mehr übrig als heute.
Geblieben sind die Steuervorteile. Oblis müssen rund 1 Prozent mehr Rendite abwerfen, um nach Steuern gleich viel Ertrag zu bringen.
Trotzdem: Derzeit lohnt sich ein Abschluss kaum. Wie die Tabelle zeigt, erzielt ein 50-Jähriger mit Einmaleinlagen zwischen 11,2 Prozent (National) und 8,42 Prozent (Swiss Life) Rendite innerhalb von zehn Jahren.
Man wartet mit einem Abschluss besser, bis die Zinsen steigen. Schon minimale Erhöhungen zahlen sich aus. Denn der beim Abschluss vereinbarte Mindestzins gilt für die ganze Vertragsdauer. Es empfiehlt sich aber nicht, zu hoffen, dass die Versicherung bei steigenden Zinsen höhere Überschüsse auszahlt als heute prognostiziert. Zudem: Lassen Sie sich von Überschussversprechen nicht täuschen. Sie sind ein Werbeinstrument, mit dem einzelne Gesellschaften, derzeit etwa Generali, offensiver umgehen als andere.
(mv)
22. Oktober 2003
