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Der Kaffee hat seinen schlechten Ruf zu Unrecht. Denn Koffein soll dazu beitragen, dass die Blutplättchen nicht so leicht verklumpen.
Kaffee regt den Kreislauf an und steigert den Blutdruck. Zudem erhöht er den Cholesterinspiegel, wenn er nicht stark gefiltert wird. Jeder einzelne dieser Faktoren belastet das Herz. Doch Studien zeigen, dass Menschen, die mehr als fünf Tassen Kaffee pro Tag trinken, nicht häufiger an Herzinfarkt sterben als andere. Dies bestätigt der Internist Peter Ballmer, Chefarzt am Kantonsspital Winterthur.
Ein Grund dafür ist, dass Koffein Einfluss auf die Blutplättchen hat. Ähnlich dem Aspirin sorgt es dafür, dass diese nicht so leicht zusammenkleben. «Auf diese Weise scheint das Koffein die das Herz belastenden Kreislaufeffekte wieder auszubügeln», erklärt Ballmer.
Unbestritten ist, dass Kaffee auch ungesunde Eigenschaften hat. Doch diesen kann man leicht begegnen:
- Koffein entzieht dem Körper Kalzium und soll daher zur Osteoporose beitragen. Die Lösung: Den Kaffee mit Milch trinken. Ein Glas Milch bringt dem Körper weit mehr Kalzium, als der Kaffee ihm nimmt.
- Koffein entzieht dem Körper Wasser und kann ihn austrocknen. Eine Lösung bietet hier die Kaffeekultur in Österreich und im Orient. Jedes Kaffeehaus serviert dort den Kaffee mit einem Glas Wasser.
«Wer sich diese Gewohnheiten zu eigen macht, kann seinen Kaffee mit gutem Gewissen geniessen», sagt Ballmer. Die Wissenschaft habe den schwarzen Muntermacher «eindeutig rehabilitiert».
(clp)
05. November 2003

