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Seit drei Wochen haben wir einen Hund. Nun reagiert unser 6-jähriger Sohn allergisch: Mit geröteten Augen und laufender Nase. Was sollen wir tun, damit wir unser lieb gewonnenes Haustier nicht weggeben müssen?
Zuallererst sollten Sie ganz sicher sein, dass Ihr Sohn wirklich auf den Hund allergisch ist. Der Kinderarzt oder ein Allergologe kann das mit verschiedenen Haut- und Bluttests abklären. Falls Ihr Sohn eine Tierhaar-Allergie hat, würde ich Ihnen aus medizinischer Sicht raten, besser den Hund wegzugeben. Denn die Therapien sind sehr langwierig und der Erfolg unsicher.
Man kann eine so genannte Desensibilisierung versuchen. Allerdings hat die Therapie bei Pollenallergie bessere Ergebnisse als bei anderen Allergien. Die Behandlung ist zudem sehr aufwändig und dauert zwei bis drei Jahre. Dabei bekommt man regelmässig kleine, steigende Dosen des allergieauslösenden Stoffes unter die Haut gespritzt. So soll sich der Körper an den Stoff gewöhnen. Diesen Aufwand betreibt man meistens nur bei einer schweren Allergie oder wenn man sich dem Allergieauslöser nicht entziehen kann. Eine Desensibilisierung auf Tierhaare bzw.
-hautschuppen macht man eigentlich nur bei Menschen, die beruflich mit Tieren zu tun haben. Sonst gibt es nur noch die reine Symptombekämpfung mit - teilweise kortisonhaltigen - Augen- und Nasensprays. Das würde ich in Ihrem Fall aber nicht empfehlen. Denn mit der Zeit könnte sich die Allergie Ihres Sohns sogar zu Asthma entwickeln.
(Sch)
05. November 2003
