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Die Fachleute der Schweizerischen Medikamenten-Informationsstelle SMI beantworteten im Oktober die Fragen der Puls-Tipp-Leserinnen und -Leser. Die wichtigsten Anfragen fassen sie hier zusammen:
Helfen Zäpfchen eher als Hausmittel?
Sind Fieberzäpfchen bei erhöhter Temperatur besser als Essigsöckli?
Nein. Beides ist gleich gut. Da die Methoden sich gegenseitig ergänzen, kann man sie auch kombinieren. Essigsöckli und Fieberzäpfchen helfen, die Körpertemperatur zu normalisieren. Das ist jedoch erst ab 38,5 Grad notwendig. Denn ein Anstieg der Körpertemperatur ist die Reaktion des Körpers, um eine Infektion abzuwehren. Bei mehr als 38,5 Grad kann Fieber den Körper aber schädigen.
Husten: Wieso sind Tropfen besser?
Mein Kind hat Husten. Der Apotheker empfiehlt mir Hustentropfen statt Zäpfchen. Wieso sind Tropfen wirksamer?
Weil der Körper den Wirkstoff aus den Tropfen besser aufnehmen kann. Das heisst: Man schluckt ein Medikament, es gelangt via Magen zum Dünndarm und tritt dort in die Blutbahn über. Das Blut transportiert den Wirkstoff an den Ort, wo er wirken soll. So ists bei Tabletten, Tropfen und Sirup. Zäpfchen hingegen führt man in den After ein, wo sie schmelzen. Die Aufnahme ist aber nicht sehr gut. Deshalb wirken Zäpfchen unzuverlässiger.
Womit soll ich die Brust einreiben?
Warum darf ich bei meiner 12 Monate alten Tochter kein Pulmex einreiben?
Pulmex enthält neben Perubalsam auch Kampfer. Dieser kann bei Kleinkindern Probleme verursachen und sollte bei Kindern unter 7 Jahren mit Vorsicht verwendet werden. Für Kinder ab 6 Monaten gibt es deshalb Pulmex Baby. Auch Vicks Vaporub enthält Kampfer. Sie dürfen es deshalb frühestens bei Kindern ab 2 Jahren einreiben.
05. November 2003
