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Experten warnen: Wer zu viel Bärendreck isst, muss mit Nebenwirkungen rechnen.
Bärendreck oder Lakritze entsteht aus eingedampftem Süssholzsaft und wird wegen seiner Schleim lösenden Wirkung auch gegen Husten und bei Magengeschwüren eingesetzt. «In höheren Dosen wirkt die zuckerähnliche Substanz Glycyrrhizin jedoch blutdruckerhöhend und kann zu Salz- und Wasseransammlungen im Körper führen», gibt die Gesellschaft für Ernährung (SGE) zu bedenken. Spürbare Auswirkungen könnten Kopfweh und Schwindel sein.
Es gibt zwar Empfehlungen für den Verzehr (täglich nicht über 100 Milligramm Glycyrrhizin), aber keine verbindlichen Grenzwerte für Lakritze. Das Fazit der SGE: «Bärendreck und Co. sind keine harmlosen Schleckereien, die in beliebigen Mengen verzehrt werden sollten.»
Übrigens: Eine deutsche Lakritze-Liebhaberin erhält kein Schmerzensgeld wegen erlittener Gesundheitsschäden, wie ein Gericht in Bonn Ende April entschieden hat.
Die 48-jährige Frau hatte vier Monate lang täglich 400 Gramm (!) Lakritze genascht. Sie klagte gegen den Süsswarenhersteller Haribo, weil sie mit Herz-Kreislauf-Beschwerden zusammengebrochen war. Das Gericht sah keinen Produktefehler und für den Hersteller keine Pflicht zu einem Hinweis auf Glycyrrhizin.
(arb)
02. Juni 2004
