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Reifen mit weniger Profil gehören auf die Hinterachse - ein weit verbreiteter Irrtum und ein Sicherheitsrisiko.
Oft zeigt sich beim Wechseln von Winter- auf Sommerpneus, dass nicht mehr alle vier Reifen das gleich gute Profil aufweisen. Was tun? Die meisten Automobilisten glauben, dass die schlechteren Pneus an die Hinterachse gehören und die neuen, griffigeren Reifen an die Vorderachse.
Falsch! «Die besseren Reifen müssen bei allen Fahrzeugen hinten montiert werden», sagt Robert Sürth, Geschäftsführer des Test- und Trainingszentrums beim TCS. Der Experte erklärt das fahrphysikalisch: «Das Auto wird durch die Hinterachse in der Spur gehalten - bei einer Vollbremsung wird diese Achse entlastet. Sind die schlechteren Reifen hinten angebracht, kommt der Wagen durch den Haftverlust viel schneller ins Schleudern.»
Bei Aquaplaning etwa können falsch montierte Pneus fatale Folgen haben. Wer die Reifen mit weniger Profil an der Vorderachse hat, spürt das Aquaplaning eher und reduziert die Geschwindigkeit. Sind aber die griffigen Reifen vorne, wird rasanter gefahren. Muss dann gebremst werden, droht Schleudergefahr.
Der TCS empfiehlt indes, stets vier gleiche Reifen zu montieren. Die Pneus sollten aus Sicherheitsgründen nicht älter als vier Jahre alt sein und noch mindestens vier Millimeter Profil aufweisen. Zudem sollte der Luftdruck regelmässig kontrolliert werden.
jeb.
Weitere Infos: www.tcs.ch
09. Juni 2004
