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Unzählige Schweizer haben in den letzten Wochen handgeschriebene Hilferufe aus der Ukraine erhalten: «Behandlung kostet mindestens 1500 Franken. Lieber Hans Kuhn (Name geändert), ich gebe mein Leben in Ihre Hände», schreibt die angeblich an Brustkrebs erkrankte Natalja Kowaljowa.
Hinter der Briefaktion steht das Schweizer Ein-Mann-Hilfswerk SOS Gerasjuta, benannt nach seinem Leiter Sergej Gerasjuta. Bei seinem letzten Hilfswerk SOS International flossen im Jahr 2000 laut Zentralstelle für Wohlfahrtsunternehmen (Zewo) nur 10 Prozent der Spenden an Bedürftige - der Rest ging an die Zürcher Administration.
Laut eigenen Angaben arbeitet das Hilfswerk jetzt besser. Gerasjuta: «Im letzten Geschäftsjahr flossen von 140 000 gespendeten Franken 53 500 Franken an über 400 Bedürftige in der Ukraine.» Von 100 gespendeten Franken versickerten also 38 in der Verwaltung. Zewo-Geschäftsführerin Martina Ziegerer: «Die Zewo hat keine Anhaltspunkte, dass sich gegenüber früher etwas verändert hat. Wir raten von Spenden ab.»
MM
01. September 2004
