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EIne aktuelle Studie zeigt: Firmen mit guter Unternehmensführung erreichen eine überdurchschnittliche Performance.
Die Diskussion über das Doppelmandat von Peter Brabeck bei Nestlé hat gezeigt, dass Schweizer Anleger sehr wohl an der Einhaltung der Regeln für gute Unternehmensführung (Corporate Governance) interessiert sind. Nestlé-Chef Brabeck wurde im April auch gleich noch zum VR-Präsidenten des Nahrungsmittel-Multis gewählt. Der Begriff Corporate Governance beschreibt das Zusammenspiel zwischen Geschäftsleitung, Verwaltungsrat, Revisionsstelle und Aktionariat.
Das unabhängige Institut Governance Metrics International prüft weltweit über 3000 Unternehmen aus 23 Ländern auf ihr Verhalten bezüglich dieser Zusammenhänge. In einer Studie werden sechs Kriterien untersucht und benotet. Die wichtigsten Bereiche umfassen:
- Verantwortungsbewusstsein und Unabhängigkeit des Verwaltungsrates,
- Vergütung von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat,
- Rechte und Gleichbehandlung der Aktionäre.
Die Schweiz hat in der aktuellen Untersuchung überdurchschnittlich abgeschnitten und liegt auf Platz 9. Die angelsächsischen Länder liegen bei der Untersuchung klar an der Spitze.
Die zentrale Frage für Anleger lautet: Entwickeln sich die Aktienkurse von Unternehmen mit guter Corporate Governance überdurchschnittlich? Auch diese Frage hat das Institut untersucht: Die 34 angelsächsischen Firmen mit der Maximalnote haben tatsächlich über ein, drei und fünf Jahre den Aktienindex S&P 500 recht deutlich schlagen können.
25. Mai 2005
