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Nur wer sein Haus und seinen Besitz richtig versichert, schläft ruhig. K-Geld zeigt, welche Versicherungen Hausbesitzer brauchen.
Mieter haben es gut: Für den Schutz von Hab und Gut und bei Schäden an Dritten genügen üblicherweise eine Hausrat- und eine Haftpflichtversicherung. Hausbesitzer hingegen brauchen einige Versicherungen mehr. Die wichtigsten sind die Gebäude-, die Wasser- und die Glasbruchversicherung.
Die Gebäudeversicherung ist in allen Kantonen, ausser in Appenzell Innerrhoden, im Tessin, im Wallis und in Genf, obligatorisch. Sie deckt Schäden durch Feuer, Hochwasser oder Lawinen und lässt sich in den meisten Kantonen nur bei der kantonalen Gebäudeversicherung abschliessen. In den Kantonen ohne Obligatorium sowie in Obwalden, Schwyz und Uri besteht freie Wahl des Anbieters.
Keinen Schutz bietet die Gebäudeversicherung hingegen, wenn im Haus eine Wasserleitung platzt oder Regen durchs Dach dringt. Hierfür benötigt man eine Wasserversicherung, die im Jahr rund 350 Franken kostet. Die Prämien der Anbieter unterscheiden sich nur gering. Das zeigen Erhebungen vom VZ Vermögenszentrum in Zürich (siehe Tabelle Seite 23 unten).
«Die Wasserversicherung ist ein wenig interessantes Geschäft. Die ähnlichen Prämien dürften noch ein Überbleibsel aus der Zeit der Absprachen sein», vermutet Stefan Thurnherr, Versicherungsexperte beim VZ. Wichtig beim Abschluss einer Wasserversicherung ist die versicherte Summe für das Aufspitzen von Böden und Wänden bei der Suche nach einer schadhaften Leitung. «Die üblicherweise in der Grunddeckung eingeschlossenen 5000 Franken sind bei teuren Konstruktionen zu wenig», sagt Stephan Günther, Produktmanager Haushaltversicherungen bei der Mobiliar.
Er empfiehlt deshalb eine Erhöhung der Freilegungskosten für Wasserleitungen auf mindestens 10 000 Franken. Die Mehrkosten dafür betragen 50 bis 60 Franken pro Jahr.
Empfehlenswert für Eigenheimbesitzer ist auch der Abschluss einer Glasbruchversicherung. Sie deckt nicht nur den Ersatz von kaputten Fensterscheiben, sondern auch Schäden an Kochfeldern aus Glaskeramik oder WC-Schüsseln. Die Prämie dafür beträgt für ein Einfamilienhaus rund 100 Franken pro Jahr.
Ein Augenmerk sollten Eigenheimbesitzer auch auf die Privathaftpflicht-Versicherung werfen. Sie deckt Schäden, welche die versicherten Personen verursachten, sowie von der Immobilie selber verursachte Schäden - etwa wenn ein Stück lockerer Verputz Nachbars Auto beschädigt.
Bei der Privathaftpflicht besteht einiges Sparpotenzial, wie die Vergleiche des VZ zeigen: Im gewählten Beispiel ist eine Familie beim günstigsten Anbieter - der Zürich - für 130 Franken pro Jahr versichert, bei der National jedoch für 210 Franken.
Einige Risiken müssen separat versichert werden
Trotz zahlreicher Versicherungen existieren im und ums Haus Bereiche, die schlecht oder nicht versicherbar sind. Reisst das Hochwasser etwa den aufwändig gestalteten Garten mit, zahlt die Gebäudeversicherung nicht. Hier helfen nur Zusatzversicherungen, die aber nur gegen hohe Prämien zu haben sind. Auch Erdbebenschäden sind in der Gebäudeversicherung abgesehen vom Kanton Zürich nicht gedeckt.
«Da besteht ein grosser Nachholbedarf», sagt Versicherungsfachmann Thurnherr vom VZ. Die Gebäudeversicherungen sind deshalb zusammen mit dem Versicherungsverband und dem Bundesamt für Privatversicherungen derzeit an der Ausarbeitung einer Erdbebenversicherung. Bis es soweit ist, helfen nur Zusatzversicherungen, doch die sind teuer und ihre Leistungen begrenzt.
12. Oktober 2005 | Reto Westermann
