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Artikel | K-Geld 2/2006

Per Mausklick zum Eigenheim

Wer Wohneigentum sucht, findet in spezialisierten Internetportalen nützliche Helfer. Doch wer auf die falschen Immo-Sites setzt, verliert viel Zeit und wird kaum fündig. Dies zeigt der K-Geld-Vergleich.

Per Mausklick zum Eigenheim

Rund 30 Immobilienportale bieten im Internet ihre Dienste an und erleichtern die Suche nach einem Haus oder einer Eigentumswohnung. Doch den Löwenanteil der Angebote haben weiterhin die vier Online-Plattformen Homegate, Immostreet, Immoscout und Immoclick.

Spielt die Grösse wirklich die alleinige Rolle? Oder verpasst man möglicherweise ein Juwel, wenn man kleine Anbieter übergeht? K-Geld wollte das wissen und hat neben den vier grossen zwei kleinere Immobilien-Plattformen analysiert und bewertet: www. wohnung24.ch und www. wohnungsmarkt.ch.


Kleine Portale liefern zu wenig Zusatzinfos

Das Ergebnis: Die «Kleinen» liefern nicht nur wenig brauchbare Resultate, sondern sparen auch an wichtigen Zusatzinformationen für die potenziellen Wohnorte. Zudem zeigen sich die kleinen Portale bei der Suche wenig bedienerfreundlich (siehe Tabelle).

Marktleader Homegate der Firma Tamedia (die unter anderem den Zürcher «Tages-Anzeiger» herausgibt), kommt im Vergleich auf Platz 1. Die Konkurrenz konnte zwar in Bezug auf die Eingabemaske knapp mithalten, doch bei der Trefferzahl blieben alle Plattformen deutlich hinter Homegate zurück.

Als Vergleichsbasis untersuchte K-Geld die Angebote in den Kantonen Luzern und Zürich. Gesucht waren ein Haus mit 51/2 bis 61/2 Zimmern für maximal 1 Million Franken sowie eine Eigentumswohnung mit 31/2 bis 41/2 Zimmern für höchstens 700 000 Franken.


Ob Haus oder Wohnung: Platz 1 für Homegate

Für das gewünschte Haus lieferte Homegate beim Test am 12. Januar 2006 - kumuliert über beide Kantone - 490 Angebote und holt sich damit die Note 6 («sehr gut»). Immoscout kommt auf 359 Häuser, die den Anforderungen entsprechen, und schafft damit die gute Note 5.

Immostreet bringt es auf 161 Angebote, Immoclick auf 151. Die beiden kleinen Portale landen mit ihren 12 bzw. 7 Treffern weit abgeschlagen am Schluss.

Bei der Suche nach der Eigentumswohnung ergibt sich ein ähnliches Bild: Homegate bietet in den beiden Kantonen 779-mal Stockwerkeigentum in der gewünschten Grösse und Preislage, Immoscout zeigt 406 Objekte, Immostreet 296 und Immoclick 78. Wohnung24 kommt auf bescheidene 26 Angebote, Wohnungsmarkt auf mickrige 9.

Das passende Objekt findet sich kaum je im ersten Anlauf. Meist muss man die Immobilienportale immer wieder abfragen. Deshalb bewertete K-Geld auch die Geschwindigkeit der Sites und die bereitgestellten Zusatzinformationen.

Auch hier schneiden die Grossen besser ab: In Sachen Bedienungsfreundlichkeit setzt Homegate klar den Massstab. Kein anderes Portal bietet beispielsweise so viele Informationen über die Infrastruktur rund um eine interessante Liegenschaft wie der Marktleader. Schulen, Ärzte, Sport-, Kultur- und Einkaufsmöglichkeiten - praktisch alles, was man sich rund um sein Heim wünschen könnte - zeigt Homegate bereits nach wenigen Mausklicks an.

Allerdings musste auch Homegate bei der Bewertung einen Viertelpunkt abgeben, weil kleinere Kategorisierungsfehler auftraten. So deklarierte das Portal unter anderem eine Kunstgalerie als Sportstätte.

Ganz neue Standards in Sachen Online-Immobiliensuche will www.search. ch mit seiner Metasuchmaschine setzen. Diese Immobilienplattform sucht ihre Informationen auf den verschiedensten Datenbanken zusammen. Erstmals auf einer Suchmaschine zeigen Luftaufnahmen beim blossen Darüberstreichen mit der Maus, wo Häuser, Eigentums- und Mietwohnungen verfügbar sind. Und dank dynamischer Pop-ups kann man sich gleichzeitig einen Überblick über öffentliche Verkehrsmittel und vieles mehr verschaffen.


Manche Objekte sind gar nicht mehr zu kaufen

Wie die allermeisten Metasuchmaschinen - zu den grossen zählen www.alle-im mobilien.ch, www.anzeiger. ch und www.immohit.ch - leidet aber auch immo.search.ch noch an mangelnder Aktualität. Viele angezeigte Objekte sind älteren Datums oder gar nicht mehr zu kaufen. Doch das soll sich ändern: «Wir werden den Abfragerhythmus erhöhen», verspricht Search-Geschäftsführer Robert Furger.

29. März 2006 | Fredy Hämmerli, Beat Michel, Gertrud Rall


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