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Artikel | saldo 8/2006

Die besten Online-Bibliotheken

Um den neuen Mankell oder Fachliteratur auszuleihen, muss man nicht mehr in Büchereien stöbern. Die meisten Bibliotheken sind im Internet präsent.

Nebis, das Netzwerk der Schweizer Bibliotheken, gibt es seit 1988. Heute kann der Nutzer auf www.nebis.ch online aus 3,4 Millionen Titeln auswählen. Längst gibt es nicht mehr nur Spannendes auf Papier zu entdecken. «Gerade elektronische Dokumente wie digitale Fotos oder E-Books und neue Recherchemöglichkeiten wie die sprachliche Suche nehmen stark an Bedeutung zu», sagt Nebis-Koordinatorin Christine Gross.

Die Nutzung ist einfach: Man gibt Autor, Schlagworte oder Titel ein, um nach Buch, Artikel oder CD zu suchen. In der Trefferliste erfährt man, welche der 87 Nebis-Bibliotheken das Gewünschte im Archiv hat. Wer einen Benutzerausweis besitzt, kann nun das Material ordern, egal, ob es in Lausanne oder Lugano lagert. Das Bestellte holt man später gratis - in einer nahen Nebis-Bibliothek ab. Oder man zahlt das Porto und bekommt es nach Hause geschickt.

+ Die meisten Dokumente können online bestellt werden.

- Nebis ist virtuell. Wer Bücher oder DVDs anfassen will, bevor er sie nach Hause trägt, ist in einer Gemeinde- bibliothek besser aufgehoben.



www.ubka.uni-karlsruhe.de

Mutter aller Kataloge

Wer ein seltenes Buch sucht, ist beim Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) auf www.ubka.uni-karlsruhe.de richtig. Die Suchmaschine ist die Mutter der Online-Bibliothek- und Buchhandelskataloge im deutschsprachigen Raum. Auf der KVK-Technik basiert auch der virtuelle Katalog für die Schweiz (www.chvk.ch).

+ So bequem kommt man nirgendwo sonst zu so vielen Treffern.

- Der KVK hat keine eigene Datenbank. Nutzern stehen nur die Recherchefunktionen der durchsuchten Portale zur Verfügung.



http://lists.webjunction.org/libweb

Das Tor zur Welt

Libweb ist das Tor zu 7400 Seiten von Bibliotheken aus über 125 Ländern. Hier erfährt man etwa, dass der Nachtlesesaal der Bibliothek der University of South Pacific auf den Fidschi-Inseln von 22 bis 7 Uhr offen ist. Wer will, kann sich dort «Der Richter und sein Henker» zu Gemüte führen, aber nur auf Englisch.

+ Eine benutzerfreundliche Seite für Bibliotheken aus aller Welt.

- Libweb wird von US-Amerikanern betrieben, was man den Links auch anmerkt.



www.switch.ch/libraries

Der Wegweiser

Der Wissenschaftsverbund Switch hat erst vor ein paar Tagen sein Verzeichnis der Online-Kataloge von Schweizer Bibliotheken ins Netz gestellt. Hier sind alle Schweizer Bibliotheken-Links auf einen Blick ersichtlich: nationale Bibliotheken, Universitäts- und Kantonsbibliotheken sowie Stadt-und Gemeindebibliotheken.

+ Hier finden sich Bibliotheken für jeden Geschmack und jedes Interesse.

- Um ein Buch oder eine DVD ausleihen zu können, muss man in der Regel einen Ausweis der jeweiligen Bibliothek besitzen.



http://gutenberg.spiegel.de

Klassische Literatur

Das Projekt Gutenberg stellt kostenlos klassische Literatur ins Web. Heute ist es die grösste deutsche Online-Literatursammlung mit 1800 Romanen, Erzählungen und Novellen, 14000 Gedichten, 1600 Märchen, 1200 Fabeln und 3500 Sagen - insgesamt 500000 Textseiten. Googles digitales Bücherarchiv umfasst derzeit 10000 Bücher.

+ Ideal, um Stil und Werk eines Schriftstellers kennen zu lernen.

- Begrenzter Nutzwert. Wer liest schon ganze Romane am Bildschirm?

26. April 2006 | Eric Breitinger


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Das ist Unsinn. Beim Kauf von leeren CDs und DVDs ist die Gebühr schon enthalten.
Richtig so. Damit werden Künstler unterstützt.
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