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Vielen Menschen setzt das Wetter arg zu. saldo sagt, bei welcher Wetterlage welche Symptome häufig auftreten.
Eine breit angelegte Untersuchung des deutschen Medizinmeteorologen Peter Höppe kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis: 50 Prozent der Bevölkerung spüren das Wetter. Und 20 Prozent der Betroffenen setzen bestimmte Wetterlagen derart zu, dass sie zeitweise arbeitsunfähig sind.
Zwar ist normale Wetterfühligkeit keine Krankheit, sondern ein alter Reflex, der die Menschen vor Wetterwechseln warnt. «Körperliche Reaktionen können aber darauf hinweisen, dass der Organismus geschwächt ist», sagt Medizinmeteorologe Klaus Bucher vom Deutschen Wetterdienst in Freiburg. Bei vielen Wetterempfindlichen liege denn auch eine Grunderkrankung vor, deren Symptome sich durch den Wettereinfluss verstärken können.
Deshalb ist es wichtig, dass die Betroffenen genau beobachten, welche Symptome sie bei welcher Wetterlage spüren. So können sie besser vorbeugen oder überhaupt erst herausfinden, woran sie leiden. Vor allem die folgenden vier Wetterlagen können gesundheitliche Probleme verstärken:
- Wetterwechsel mit Warmluftzufuhr: Probleme haben Menschen mit niedrigem Blutdruck. Schwindel und Unwohlsein sind die Folge. Verstimmungen, Kopfschmerzen, Migräne und Schlafstörungen kommen bei dieser Wetterlage gehäuft vor. Bei Menschen mit Asthma und Arthritis kann ein Krankheitsschub einsetzen.
- Wetterwechsel mit Kaltluftzufuhr: Diese Wetterlage ist problematisch für Menschen mit hohem Blutdruck. Das Risiko, eine Bronchitis zu bekommen, steigt. Die Tendenz zu Koliken und Infarkten nimmt zu. Bei Angina-Pectoris-, Asthma-, Rheuma- und Arthrose-Patienten können Symptome ausgelöst werden oder sich verstärken.
- Konstantes Tiefdruckzentrum: Bei dieser Wetterlage haben anfällige Menschen oft mit ihrem Blutdruck Probleme, was sich in Schwindel, Herzklopfen oder Kopfweh zeigen kann. Weiter häufen sich Narben- und Phantomschmerzen, die Krampfanfälligkeit steigt. Asthma- und Angina-Pectoris-Patienten spüren ihre Krankheit.
- Konstantes Hochdruckgebiet: Bei starker Hitze können sich Betroffene schlecht konzentrieren, klagen über Kopfweh und Migräne. Herz-Kreislauf-Probleme können auftreten. Im Winter kommt es in Hochdruckgebieten oft zu einer Inversionslage: Die unter einer warmen Luftschicht eingeschlossene kalte, feuchte Luft begünstigt Krankheiten der Atemwege und bereitet Rheumatikern und Asthmakranken Beschwerden.
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Auf www.meteoschweiz.ch («Gesundheit», «Wetterfühligkeit») sind täglich Prognosen für Wetterfühlige zu finden.
24. Mai 2006
