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Artikel | Gesundheits-Tipp 9/2006

Pillen für die Wüste

bei den Schweizer Beh?rden liegt ein Gesuch zur Zulassung vor (siehe Seite 6). Doch all diesen Pillen ist gemeinsam: Sie sind teuer, ihr Erfolg ist bescheiden und sie haben betr?chtliche Nebenwirkungen.

?bergewicht k?nnte man meist verhindern - auch ohne teure Pillen. Zum Beispiel, indem man weniger Kalorien zu sich nimmt. Dies ist bereits bei Jugendlichen wichtig. Doch die Lebensmittelindustrie legt sich quer. Sie verkauft Esswaren, die Kinder und Jugendliche f?rmlich m?sten. Zum Beispiel Fr?hst?cks-Cerealien. Eine Stichprobe des Gesundheitstipp zeigt: Sie bestehen bis zur H?lfte aus Zucker (siehe Seite 10). Die Food-Industrie macht unsere Kinder fett, damit Pharma?rmen ihnen sp?ter Abspeck-Pillen verkaufen k?nnen.

Das ist eine absurde Entwicklung. Dagegen haben Konsumenten einen schweren Stand. Die Beh?rden sch?tzen sie zu wenig vor fettem und s?ssem Junk-Food. Konsumenten sind st?ndig den Werbebotschaften und dem ?berbordenden Angebot in den L?den ausgesetzt. Doch sie k?nnen etwas dagegen tun: Sie m?ssen Eigenverantwortung ?bernehmen und sich informieren, sich und der Gesundheit ihrer Kinder zu Liebe. Das kostet Kraft und bedingt Ausdauer. Wer es allerdings schafft, der wird Junk-Food von Kellogg’s & Co. getrost in die W?ste schicken. Und so manche Abspeckpille gleich hinterher.

13. September 2006 | Tobias Frey, Redaktionsleiter


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Pillen für die Wüste
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