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Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé verspricht seinen Kunden eine «Geld-zurück-Garantie» - und löst sie monatelang nicht ein.
Grossspurig gab der Nahrungsmittelmulti Nestlé in einer breiten Werbeaktion für das neue LC1-Joghurt eine «Geld-zurück-Garantie». Man solle die angeblich verdauungsfördernden Joghurts vierzehn Tage lang testen. Und wenn man «mit der Wirkung nicht zufrieden» sei, erhalte man sein Geld zurück.
Doch dies ist nicht so einfach, wie die Erfahrung einer saldo-Testkundin zeigt. Eineinhalb Monate nach ihrem Schreiben an Nestlé hatte sie immer noch kein Geld gesehen. Ein An ruf auf die Hotline, die auf der LC1-Packung angegeben ist, brachte sie auch nicht weiter. Der Kundendienst sei nicht zuständig, hiess es knapp. Und: Die Kundin solle sich an den Firmenhauptsitz in Vevey VD wenden. Eine Telefonnummer könne man ihr allerdings nicht angeben.
saldo fragte nach: «Das Geld wird dann schon überwiesen», sagt Mediensprecher Philippe Oertlé. Und wann? «In der ersten Januarhälfte» - also rund drei Monate nach der Werbeaktion. Oertlés einziger Kommentar zum lausigen Kundenservice: Die Kundin sei am Telefon «sehr agressiv» gewesen. Pech für Oertlé, dass das überprüfbar ist: Denn die Kundin ist saldo-Mitarbeiterin und verhielt sich am Telefon ausgesucht höflich.
cg
06. Dezember 2006
