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Manchmal stellen Kinder Blödsinn an, manchmal werden Jugendliche kriminell. Und in den Medien liefern Politiker und Politikerinnen die Erklärungen: Zum Beispiel, dass die Jugendlichen aus einem bildungsfernen Milieu stammten, sozial benachteiligt seien oder einen Migrationshintergrund hätten.
Doch was heisst das alles? Leben Kinder in einem bildungsfernen Milieu, wenn sie kein Instrument spielen oder wenn sie keine Wahlfächer belegen? Sind sie sozial benachteiligt, wenn sie keinen Gameboy haben oder wenn sie nicht Fussballbildli tauschen? Haben sie einen Migrationshintergrund, wenn die Grosseltern mütterlicherseits aus Italien eingewandert sind oder wenn sie den Schweizer Pass erst seit zwei Jahren besitzen?
Eigentlich müssten wir sie abwählen. All die Politiker und Politikerinnen, die nicht fähig sind, uns zu sagen, was sie meinen. Die nur immer um den heissen Brei herumreden. Die eine Sprache sprechen, die nur sie selber verstehen. Wenn überhaupt...
Neustes Beispiel: Viele Schweizer Schüler und Schülerinnen, hiess es kürzlich, hätten ein Absentismus-Problem. Absentismus-Problem? Man sehnt sich nach den Zeiten zurück, als Schüler ganz einfach schwänzten.
17. Januar 2007 | Marco Diener, Redaktor
