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Medikamente wie Zovirax Lip verkürzen Fieberbläschen-Schübe nur gerade um einen halben Tag. Doch es gibt billigere Alternativen.
Wer einmal mit Herpes-simplex-Viren infiziert ist, wird sie nicht mehr los: Die Viren nisten sich in den Nerven ein. Fieber, Stress, Sonnenstrahlen und andere Faktoren verursachen bei rund der Hälfte der Infizierten immer wieder Fieberbläschen an den Lippen. Die Bläschen sind ungefährlich, aber lästig. Betroffenen bleibt meist nur, sie an der Hautoberfläche zu bekämpfen.
Vom Virus Geplagte verwenden häufig Cremen mit dem Wirkstoff Aciclovir. Das bekannteste dieser Medikamente ist Zovirax Lip. Die Zeitschrift «Pharmakritik» bemängelt aber in ihrer neusten Ausgabe, dass die Aciclovir-Cremen wenig nützen, obwohl sie relativ teuer sind. Studien haben nämlich gezeigt, dass die Cremen die Dauer der Krankheit nur gerade um einen halben Tag verkürzen. Zovirax-Herstellerin Glaxo Smith Kline gibt zu: «Der Unterschied zwischen der Wirkung von Zovirax und einem Placebo ist nicht sehr gross.»
Doch es gibt Alternativen zu Zovirax und Co.: Auch Mittel mit pflanzlichen Wirkstoffen beschleunigen die Heilung, zum Beispiel
- Valverde Fieberbläschen-Creme (mit Melisse)
- Phytovir (mit Extrakten aus der Rhabarberwurzel und Salbei)
- Teebaumöl
Gesundheitstipp-Arzt Thomas Walser sagt: «Diese Produkte wirken ebenso gut. Und sie sind erst noch viel billiger.»
(ag)
24. Januar 2007
