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Sonne, Halbschatten, Schatten, feuchte Lage: Für jede schwierige Ecke im Garten gibt es passende einheimische Pflanzen. Und das in vielen Farben.
Heute liegt es im Trend, rund ums Haus grosse Steine zu platzieren, um sich damit das Pflegen und Jäten zu ersparen. Diese Lösung wirkt aber oft öde. Bewachsene Borde und Flächen sind einiges einladender. Und dies gibt gar nicht so viel Arbeit, sofern man standortgerechte Pflanzen kauft. Auch für schwierige Ecken und Restflächen entlang von Mauern und Wegen, Plätzen und Treppen hält die heimische Natur immer ein passendes Pflänzchen bereit.
Trockene, sonnige Flächen
Entlang sonniger Haus- und Stützmauern, Wege und Plätze gedeihen die farbenprächtigen Blumen der Magerwiesen und Schuttflure. Der Boden sollte nicht zu fett sein, weil sonst Löwenzahn spontan die Lücken füllt.
- Für eine Bepflanzung auf kiesigem oder magerem Boden eignen sich klassische Steingartenpflanzen wie Mauerpfeffer, Sonnenröschen und Hufeisenklee, die das Blütenspektrum weiss-gelb abdecken. Rote Farbe fügen Steinnelken bei, und Blautöne die Kugelblume, die Rundblättrige Glockenblume sowie der Dauerlein. Sehr dekorativ dazu wirkt der Schriftfarn.
- Pflegeleicht sind auch wärmeliebende Gewürzpflanzen wie Lavendel, Thymian, Ysop und Salbei - eventuell ergänzt mit der mehrjährigen, blau blühenden Ochsenzunge und der hellgelben Reseda.
- Eine üppigere Wirkung erzielen grössere mehrjährige Stauden wie Acker-Glockenblume, Moschusmalve und Johanniskraut sowie Pastinak und Wilde Möhre, die nur zwei Jahre leben.
Etwas mehr Nährstoffe brauchen Weisse Lichtnelke, Herzgespann und Beifuss sowie Natternkopf, Königskerze und Wegwarte. Die drei Letztgenannten sind zweijährig, sterben also nach der Blüte ab. Sie spriessen aber aus den abgefallenen Samen immer wieder neu, solange genügend Lücken vorhanden sind. Diese Bepflanzung besticht mit ihrer Blütenpracht, kann aber etwas Jätarbeit erfordern.
Trockene und (halb-)schattige Lage
Auf der Nord- und Ostseite des Hauses kann es - zum Beispiel unter einem Dachvorsprung - schattig und trocken zugleich sein. Hier gedeihen vor allem viele niedrig bis mittelgross wachsende Waldpflanzen.
- Wo die Sonne zeitweise hinscheint, können Maiglöckchen mit ihren Ausläufern ganze Flächen füllen. Auch Echte Bergminze und Immenblatt (beide rosa), Weidenblättriges Rinderauge und Odermennig (beide gelb) sowie Schwalbenwurz (weiss) und Blutroter Storchschnabel passen hierher.
- An Schattenlagen kann man Nickendes Perlgras, Schuppigen Wurmfarn und weiss blühende Schnee-Hainsimse kombinieren und mit der violettblütigen Frühlingsplatterbse sowie dem hellgelb blühenden Wald-Gamander ergänzen.
Für kalkreichen Boden ist die dekorative Stinkende Nieswurz (grünlich blühend) zu empfehlen.
Feuchte und (halb-)schattige Orte
Alle schattigen Flächen, auch feuchte, lassen sich durch vielerlei Farne beleben, sofern es sich um reife, humusreiche Böden handelt. Sonst gedeihen anspruchslosere Pflanzen besser.
- Um eine Ecke zu verschönern, eignen sich beispielsweise einzelne gross wachsende Pflanzen wie der rosa blühende Sumpfdost, der allerdings etwas Sonne benötigt, und der weiss blühende Waldgeissbart. Auch gelber Eisenhut erhellt Ecken, die praktisch nie einen Sonnenstrahl sehen.
- Wo zartere Pflanzen besser passen, bietet sich beispielsweise ein Trio in Rosa bis Violett an: Akeleiblättrige Wiesenraute, Echter Baldrian und Brauner Storchschnabel.
Bezugsquelle: Die Pflanzen sind in Wildstaudengärtnereien erhältlich, siehe Verein Naturgarten, www.vng. ch, Tel. 071 440 12 24.
Pflanzenliste mit Fotos: www.wildstauden.ch/pflanzen/index.php.
Unkraut - als Zierde des Gartens
Was nicht gesät und gepflanzt wurde, sondern von selbst gedeiht, gilt meist als Unkraut.
Bei vorurteilsfreiem Blick erweist sich aber manches Gewächs als Zierde. Dies gilt z. B. für diverse Storchschnabelarten, Gundelrebe, Taubnessel, Ehrenpreis, Schöllkraut, Knoblauchhederich und Huflattich. Beziehen Sie diese in die Gestaltung mit ein, statt sie zu jäten!
Ausserdem können Sie von spontan wachsenden Kräutern ablesen, wie Boden und Standort beschaffen sind - eine Voraussetzung für das Gelingen der Bepflanzung. Bestimmungsbücher helfen Ihnen dabei, die Zeichen zu deuten.
14. März 2007 | BEATRIX MÜHLETHALER
Kommentare (1) |
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Kann mich diesem nur anschliessen, lassen Sie ihren Garten wieder
lebendig werden und erfreuen Sie sich selbst und viele Tiere! Ein
natürlicher Garten hilft der Natur! Mähen Sie erst im
Sommer! Verwenden Sie kein Gift/Dünger! Vor allem aber verwenden
Sie einheimische Pflanzen:
http://www.flosculus.ch/einheimische-garten-wildpflanzen-straeucher.ht
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