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Frauen, die unter einer Ess-Brech-Sucht leiden (Bulimie), haben oft einen gestörten Hormonstoffwechsel. Zu diesem Schluss kommt eine schwedische Forscherin. Sie untersuchte 77 Bulimie-Patientinnen und 59 gesunde Frauen als Kontrollgruppe.
Bei der Analyse der Hormonwerte im Blut stellte sie fest, dass bei den Ess-Brech-Süchtigen die Werte des männlichen Sexualhormons Testosteron höher und die des weiblichen Sexualhormons Östrogen tiefer waren als bei den gesunden Frauen. 21 der Bulimie-Patientinnen bekamen östrogenhaltige Standard-Antibabypillen verabreicht. Mit diesen konnte die Medizinerin die hohen Testosteronwerte senken. Die Heisshungerattacken gingen zurück, bei drei Patientinnen liess die Ess-Brech-Sucht komplett nach. Der Schluss: Eine Hormontherapie könnte die üblichen psychologischen Therapien ergänzen.
sch
04. April 2007
