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Artikel | K-Tipp 7/2007

Und plötzlich kostets mehr

Der Teletip-Shop hat schon viele Kunden verärgert. Jetzt gelobt er Besserung.

Und plötzlich kostets mehr

Zahlreiche Leserinnen und Leser haben sich in den letzten Wochen beim K-Tipp über den Teletip-Shop beschwert. Die Shopping-Show ist in der Schweiz bei Star TV, Sat 1 Schweiz und 3+ im Programm.

Für Ärger gesorgt hat der Teletip-Shop, weil er Kunden neben dem Warenpreis Gebühren verrechnete, ohne diese bei der telefonischen Bestellung anzugeben. Die sogenannte «Handlings-Gebühr» sowie Transportversicherung und Kreditkartengebühr beliefen sich rasch einmal auf 20 und mehr Franken.

Sauer aufgestossen ist einigen Kunden aber auch, dass die Euro-Preise zum unvorteilhaften Kurs von 1,8 bis 1,88 (statt zum effektiven Wechselkurs von 1,6 bis 1,62) in Schweizer Franken umgerechnet wurden. Das konnten sie erst aufgrund der Abrechnung ermitteln. Zudem: Wer Ware zurückschicken wollte, musste zunächst mühsam eine Rücksendenummer erfragen, was oft viel Zeit kostete und Telefon-spesen verursachte.

Der K-Tipp hat die für den Teletip-Shop verantwortliche Television Merchandising AG (TVM) in Mauren FL mit sämtlichen Beschwerden konfrontiert. Und siehe da: Die Firma versprach Abhilfe.

Konkret kündigte sie an, allen Kunden jene Gebühren zurückzuzahlen, die diesen ohne ihr Wissen belastet wurden. Das muss sie auch. Denn rechtlich schuldet ein Käufer immer nur jenen Preis, der ihm beim Kauf als Endpreis präsentiert wird.

In mehreren Fällen hat die TVM die Rückzahlungen bereits vorgenommen. Sie will jetzt ihre Mitarbeiter «noch intensiver» schulen, auf dass sie bei Bestellungen am Telefon immer den Endpreis inklusive aller Gebühren nennen.

Bereits abgeschafft hat die TVM die Bestimmung, wonach für Retouren zwingend eine Rücksendenummer einzuholen ist. Am schlechten Umrechnungskurs von Euro in Franken hingegen hält die Firma fest. Doch wenigstens soll der Kurs künftig in der Sendung eingeblendet werden.

11. April 2007 | Gery Schwager


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