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Artikel | K-Tipp 9/2007

GE Money Bank nervt mit unüblichen Zahlungsfristen

Die GE Money Bank verärgert die Besitzer von Gratis-Kreditkarten mit ungewohnten Fälligkeitsdaten und allzu knappen Zahlungsfristen.

Seit zwei Monaten besitzt René Mäder aus Regensdorf ZH eine M-Budget Mastercard. Die erste Rechnung von der GE Money Bank - sie erledigt die Verwaltung dieser Kreditkarte - erhielt er am 1. März, mit einer Zahlungsfrist von 20 Tagen. Mäder zahlte wegen des ungewohnten Fälligkeitsdatums ein paar Tage zu spät ein, am 27. März. «Seit Jahren begleiche ich meine gesamten Rechnungen jeweils immer gegen Ende Monat.» Die verspätete Zahlung hatte Konsequenzen. Auf die Rechnung von Fr. 328.65 erhob die Bank Fr. 3.15 Zins.

Gegen die kundenfeindliche Abrechnungspraxis protestierte Mäder schriftlich bei der Bank. Er weigerte sich, den verlangten Zins zu zahlen. Und er drohte, künftig auf seine Kreditkarte zu verzichten, «falls es der GE Money Bank nicht gelingt, ihre Rechnung jeweils so zu verschicken, dass sie mit allen anderen Rechnungen ganz normal Ende Monat bezahlt werden kann und dabei die übliche Zahlungsfrist von 30 Tagen gewährt wird». Damit spricht Mäder vielen M-Budget-Mastercard-Besitzern aus dem Herzen.

Die Sprecherin der GE Money Bank, Ute Dehn, räumt ein, dass die Fälligkeitsdaten nicht gerade kundenfreundlich seien. Sie seien automatisch festgelegt worden, nach Eingangsdatum des jeweiligen Kartenantrags. Im Laufe der nächsten Monate werde das System aber individualisiert, sodass künftig jeder Kunde das Fälligkeitsdatum innerhalb des Monats selbst bestimmen könne.

Dass diese Praxis höchst zweifelhaft ist, dürfte den Verantwortlichen durchaus bewusst sein. Eine Anfrage des K-Tipp jedenfalls genügte, und die Bank verzichtete bei Mäder sofort auf die Zinsforderung.

(ps)

09. Mai 2007


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