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Artikel | K-Tipp 10/2007

Ausser Spesen nichts gewesen

Die Benzinfirmen werben begeistert für ihre bargeldlosen Zahlungsmittel. Die Benzinkarten verteuern allerdings nur das Benzin.

K-Tipp-Leser Urs Minger hat seine Migrol-Card kürzlich gekündigt und zurückgeschickt. Denn auf einer Monatsrechnung hatte er plötzlich festgestellt, wie teuer ihn diese Karte zu stehen kam:
- Fr. 10.75 kostete seine Migrol-Card,
- Fr. 5.40 die seiner Frau,
- Fr. 2.55 jede einzelne Monatsrechnung.
- Pro Jahr also Fr. 46.75.
Die Rechnung ist schnell gemacht: Mingers fahren jährlich rund 10000 Kilometer Auto. Das Auto verbraucht 6 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Jährlich also 600 Liter. Rund drei Viertel - also 450 Liter - tanken Mingers an Migrol-Tankstellen. Mit anderen Worten: Die Migrol-Card belastet jeden Liter Diesel mit über zehn Rappen.
Mingers zahlen künftig mit Maestro- oder Kreditkarte. Diese besitzen sie ohnehin. Zusätzliche Kosten fallen beim Tanken in der Schweiz nicht an. Die Migrol-Card hat daher nur Nachteile, keine Vorteile.
Migrol-Chef Daniel Hofer dagegen betont die Vorzüge für Firmen und erwähnt, dass Private «monatlich eine detaillierte Aufstellung der Treibstoffbezüge» erhielten. Zudem sei die Karte «eine weitere Kreditmöglichkeit».
Migrol ist nicht allein. Die meisten Erdölfirmen bieten Benzinkarten an - zu ähnlichen Konditionen.

23. Mai 2007 | Marco Diener


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